Der Sechseläutenplatz bekommt 2000-fränkige Sonnenschirme

Weil es zu wenig Schatten auf dem Platz hat, stellt die Stadt 20 Sonnenschirme auf – und es könnten mehr folgen.

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Weiss, quadratisch, drei Meter Kantenlänge: Das sind die Eckwerte der neuen Sonnenschirme, die künftig auf dem Sechseläutenplatz Schatten spenden. Das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED) stellt für eine zweimonatige Testphase insgesamt 20 Schirme auf den Platz, wie das TED heute Freitag in einer Mitteilung schreibt. Die Kosten für diese erste Serie belaufen sich auf insgesamt 40'000 Franken, also 2000 Franken pro Schirm.

Das TED begründet die Neuerung damit, dass es immer wieder von der Bevölkerung gebeten wurde, mehr Möglichkeiten zu schaffen, um sich im Schatten auf dem neuen Sechseläutenplatz aufhalten zu können. «Seit seiner Eröffnung 2014 ist der neue Sechseläutenplatz als öffentlicher Aufenthaltsraum beliebt. In der prallen Sonne zu sitzen, ist jedoch nicht jedermanns Sache», heisst es in der Mitteilung.

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Das ist auch wenig verwunderlich. So verweilen an heissen Sommertagen oftmals nur die Stühle auf dem offenen Platz. Der Valser Quarzit heizt in der Sonne auf über 50 Grad auf. Und da die Bäume auf den Bauminseln noch kleine Kronen aufweisen, «erfüllen diese ihre Funktion als Schattenspender derzeit noch ungenügend». Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger (FDP) habe daher einen entsprechenden Versuch in Auftrag gegeben. Der Platz ist ja wunderbar», sagte Leutenegger bei der Präsentation vor den Medien, «aber bei Sonne kann man hier nicht sitzen. Eher Pizza braten.»

Bald auch auf anderen Plätzen?

Die neuen Sonnenschirme stünden auf einer sechzig Kilogramm schweren Platte. Nachts, bei schlechtem Wetter oder Sturmwarnung würden die Schirme geschlossen, heisst es in der Mitteilung. Der Test ist heute angelaufen und dauert noch bis im September. Bewährt sich das System, könnten in den nächsten Jahren weitere Schirme auf dem Sechseläutenplatz und möglicherweise auch auf anderen Plätzen in der Stadt installiert werden.

Denn der Sechseläutenplatz ist nicht der einzige Platz in Zürich, der wenig Schatten aufweist. Beispielsweise ist der neue Münsterhof bestens geeignet zum Begehen, aber höchst ungeeignet zum Verweilen. Denn die wenigen Bänke haben keine Rückenlehne und sind voll der Sonne ausgesetzt. Im Sommer ist es dort viel zu heiss. (sip)

Erstellt: 04.08.2017, 10:15 Uhr

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