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Der Skaterpark am Oberen Letten darf bleiben

Ein Anwohner beschwerte sich über den Lärm. Dann gingen die Richter zu ihm nach Hause.

Die Anlage muss nicht abgeräumt werden: Skatepark unter der Zürcher Kornhausbrücke.
Die Anlage muss nicht abgeräumt werden: Skatepark unter der Zürcher Kornhausbrücke.
Sophie Stieger

Seit Jahren kämpft ein Anwohner gegen den Lärm des Skaterparks am Oberen Letten unter der Zürcher Kornhausbrücke. Nun hat ihm das kantonale Baurekursgericht eine weitere Niederlage zugefügt. Der Anwohner hatte ein sogenanntes vorsorgliches Nutzungsverbot gefordert. Die Elemente der Skateranlage seien umgehend zu entfernen und zwischenzulagern.

Die Bausektion des Stadtrats hatte diesen Antrag im Juni abgewiesen. Das Baurekursgericht hat den Entscheid nun am vergangenen Freitag bestätigt.

Augenschein vor Ort

Für ihre Beurteilung haben es sich die Baurekursrichter nicht nehmen lassen, den rekurrierenden Anwohner zu Hause zu besuchen und dabei die Ohren zu spitzen. «Die Geräuschemissionen sind von der Liegenschaft des Rekurrenten aus zwar hörbar, aber nicht als erheblich störend einzuordnen», hält das Gericht fest. Bei geschlossenen Fenstern seien zudem keine Geräusche von Skateboards zu vernehmen gewesen.

Deutlicher hören konnten die Richter bei ihrem Besuch dafür den Verkehrslärm auf der Wasserwerkstrasse und auf der Kornhausbrücke. Der Augenschein oder vielmehr die Hörprobe wurde an einem heissen Donnerstag im August durchgeführt.

Weiterer Rekurs hängig

Die Skater können die Anlage unter der Kornhausbrücke jetzt weiter nutzen, aber noch nicht vollends aufatmen. Noch läuft ein weiteres Rekursverfahren, gegen einen Baubewilligungsentscheid. Der Skaterpark war ab 2008 von den Benutzern selbst errichtet worden, eine Baubewilligung dafür lag aber nie vor. Deshalb hatte Grün Stadt Zürich dieses Versäumnis nachgeholt und ein Baugesuch eingereicht. Die städtische Bausektion erteilte die Baubewilligung im vergangenen Juli, wogegen ein Rekurs einging. In seinem jüngsten Entscheid hält das Baurekursgericht fest, dass es für die Skateranlage eine Baubewilligung brauche.

Der Skaterpark bleibt also mit Vorbehalt in Betrieb. Wie bisher stellen Mitarbeiter der Securitas mit Kontrollgängen sicher, dass ab 21 Uhr nicht mehr geskatet und damit die Nachtruhe eingehalten wird.

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