Der Stadtrat will die schlimmsten Fälle von Mietwucher anzeigen
Sozialvorstand Raphael Golta plant ein Bündel von Massnahmen, damit Hausbesitzer nicht länger die Notlage von Flüchtlingen und Sozialhilfebezügern auf dem Wohnungsmarkt ausnützen können.

Sozialvorstand Raphael Golta reagiert auf die TA-Berichte über heruntergekommene Häuser, in denen Flüchtlinge auf engem Raum zu überhöhten Preisen leben. Stossend sind dort nicht nur die Wohnverhältnisse, die besonders für Kinder belastend sind. Unverschämt ist auch, dass sich die Hausbesitzer auf Kosten der Stadt bereichern: Diese bezahlt die Mieten der Sozialhilfebezüger.
Golta leitet seit einem Jahr das städtische Sozialdepartement. Ihm ist das Problem bekannt. Gewisse Vermieter würden die Notlage der Menschen bewusst ausnutzen, «es ist ihr Geschäftsmodell», sagt der SP-Politiker im Gespräch mit dem «Tages-Anzeiger». «Wir müssen alles tun, um das zu ändern.»