Zum Hauptinhalt springen

Der Umzug der Orthodoxen

Wie die Street-Parade ist auch ihr Zürcher Gegenpol «Antiparade» in die Jahre gekommen. Seit sie legal ist, hat sie ein Problem.

Die Antiparade: Sie versteht sich als Alternative zum Menschenzoo.
Die Antiparade: Sie versteht sich als Alternative zum Menschenzoo.
Oscar Lebeck

Es ist ein wackeres Häuflein Unentwegter, das sich am Samstagnachmittag beim Bahnhof Wiedikon trifft. Aussenstehende könnten die vielen schwarz gekleideten Männer glatt mit dem Schwarzen Block verwechseln. Doch keiner ist gekommen, um Steine zu werfen. Antiparade nennt sich die Veranstaltung, hinter der ein gleichnamiger Verein steht und die sich als Alternative zum «Menschenzoo am Seebecken» anpreist. Trotz des Protestcharakters ist die Stimmung nicht angespannt. Die Leute wirken eher gelangweilt und kommen aus Gewohnheit. Unter die rund 150 Personen mischen sich ein paar Frauen, die man auch in Zürcher Szenebars antreffen könnte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.