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Der Zürcher Hafenkran hat sich vervielfacht

Tagi-Leserinnen und -Leser haben dem Diskutieren und Lamentieren um den Hafenkran Taten folgen lassen und das Zürcher Kunstprojekt zu ihrem eigenen gemacht.

Zürich Transit Maritim heisst das Hafenkranprojekt am Limmatquai, und selten löste ein Zürcher Kunstobjekt so viel Interesse, so viele Diskussionen und entgegengesetzte Meinungen aus. Designer und Stadtentwickler, Kunstprofessoren und Kulturportalbetreiber, Kuratoren und Architekten, Chefredaktorinnen und Kunsthändler, und natürlich das gemeine Volk, alle gaben ihr persönliches Schmieröl zum Hafenkran.

Die einen konnten ihre Freude kaum verkneifen, andere liessen ihrem Ärger freien Lauf. SVP und Jungliberale wollten ihn mit einer Volksinitiative bodigen, und für die Jungsozialisten ist der Kran das neue Wahrzeichen Zürichs. Sie sehen das Kunstobjekt als Durchbruch im Kampf gegen die zwinglianische Bünzligkeit, sprechen von einem mondänen und urbanen Flair, das der Koloss aus Rostock ausstrahle. Und für den Zürcher Stadtwanderer Benedikt Loderer braucht es keine «Rechtfertigung aus der Abteilung für Sinngebung und Meeresgrund». Hafenkran genügt, Hafenkran ist schön, Punkt.

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