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Es war einmal: Schwarze Kreuze für Bettnässer

Dieses Jahr starten die Bauarbeiten für das neue Kinderspital Zürich in der Lengg. Ein Rückblick auf dessen 150-jährige Geschichte.

Frischluft für Babys: Dachstation des Infektionshauses mit Schiebetür zum Balkon, 1933.
Frischluft für Babys: Dachstation des Infektionshauses mit Schiebetür zum Balkon, 1933.
Archiv Kinderspital
«Fast zu schön für ein Spital»: Das fanden um 1890 manche Besucher. Das Hauptgebäude war eigentlich nur der Westflügel eines viel grösser geplanten Baus.
«Fast zu schön für ein Spital»: Das fanden um 1890 manche Besucher. Das Hauptgebäude war eigentlich nur der Westflügel eines viel grösser geplanten Baus.
Archiv Kinderspital
Forschung: Im Norden des Areals entstehen in einem auffälligen Gebäude Labors, Seminarräume und ein Hörsaal.
Forschung: Im Norden des Areals entstehen in einem auffälligen Gebäude Labors, Seminarräume und ein Hörsaal.
Kinderspital
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«Erwachsene verlangen oft nur Pflege und weiter nichts, das Kind verlangt Sorgfalt, Mühe, Aufopferung, es bedarf geistiger und leiblicher Nahrung. (...) Es ist oft wunderlich, störrisch, dem gegenüber ein richtiges Verhalten sehr wichtig ist.»

So begründete Oskar Wyss, der Leiter der Poliklinik des Kantonsspitals, 1872 im Zürcher Rathaus, weshalb eine spezielle Spitalpflege für Kinder nötig sei. Der Titel seines Vortrags lautete «Des kranken Kindes Heim», und die Pflegerinnen wurden damals als «Wärterinnen» bezeichnet. Vier Jahre zuvor hatte der Zürcher Arzt Conrad Cramer (1831–1918) eine Stiftung zur Gründung eines Kinderspitals ins Leben gerufen. Er gedachte damit seiner im Kindsbett ­verstorbenen Frau Eleonora.

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