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Deutlich weniger Parkbussen in Zürich

Auf das Rekordjahr 2016 folgt eines, in dem sich Polizei und Autofahrer gegenseitig in Ruhe liessen. Aber nur, solange die Wagen stillstanden.

Parkiertes Auto in der Zürcher Innenstadt. Bild: Raisa Durandi
Parkiertes Auto in der Zürcher Innenstadt. Bild: Raisa Durandi

Die Zürcher Stadtpolizei hat im vergangenen Jahr fast 11 Prozent weniger Parkbussen ausgestellt als im Vorjahr. Insgesamt waren es 449'606, das sind gut 1230 pro Tag – immer noch deutlich mehr als im langjährigen Schnitt. Ein Rückgang ist das nur im Vergleich mit dem Jahr 2016, in dem die Stadt auffallend viele Parkbussen verteilte: fast 1400 pro Tag.

Grund für den damaligen Höchststand war eine Regeländerung. Bis dahin zückten die Polizisten nie sofort einen Bussenzettel, wenn sie ein Auto entdeckten, das schon zu lange auf einem Parkplatz stand. Egal, wie lange die Parkzeit schon abgelaufen war: Sie warteten stets noch etwa zehn Minuten, ehe sie ernst machten. Könnte ja sein, dass jemand eben erst auf den seit Stunden leer stehenden Parkplatz gefahren ist und nur kurz Kleingeld organisieren ging. Seit 2016 wird das anders gehandhabt. Die Polizisten rechnen jetzt 10 Minuten Kulanzzeit zur Parkzeit hinzu. Ist diese Frist bereits verstrichen, gibt es sofort eine Busse.

Eine Sprecherin der Stadtpolizei nennt zwei Gründe, weshalb die Zahl der Bussen jetzt wieder zurückgegangen ist. Einerseits sei wohl weniger Personal damit beauftragt worden, parkierte Autos zu kontrollieren. Andererseits hätten sich die Autofahrer ans strengere Regime gewöhnt und sich entsprechend disziplinierter verhalten.

Andere Bussen nehmen zu

Anders als die stehenden Autos hielt der rollende Verkehr die Polizei im vergangenen Jahr beschäftigt: Die Zahl der Bussen nahm um rund 6 Prozent auf 522'226 zu. Wesentlich dazu beigetragen haben die rund 7200 Bussen, die aufgrund der neuen, automatischen Zufahrtskontrolle an der Langstrasse verteilt wurden. Diese ist seit Juni 2017 in Betrieb.

Gesamthaft hat die Stadtpolizei im vergangenen Jahr rund 975'000 Übertretungen geahndet. Die Zahlungen aufgrund von Ordnungsbussen machten rund 62,2 Millionen Franken aus. Dies entspricht einer Abnahme gegenüber 2016 von einer Million Franken. Vor fünf Jahren lag dieser Wert allerdings noch deutlich tiefer, nämlich bei 53,7 Millionen.

(SDA)

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