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Die FDP verlässt die rechte Fahrspur

Strassenraum von Autos an Velos umzuverteilen, war für die FDP lange ein Sakrileg. Das ändern Zürcher Freisinnige jetzt.

Könnte für die urbanen Freisinnigen zum Testfall und zur Bewährungsprobe werden: Die Bellerivestrasse in Zürich. Foto: Dominique Meienberg
Könnte für die urbanen Freisinnigen zum Testfall und zur Bewährungsprobe werden: Die Bellerivestrasse in Zürich. Foto: Dominique Meienberg

Mit dem doppelten Tabubruch ist es wie mit dem doppelten Salto: Wer dabei nicht auf die Nase fallen will, muss ihn furchtlos angehen, als wäre nichts dabei. Das macht gerade der FDP-Politiker Beat Habegger vor. Der 43-Jährige flirtet mit der Idee, in Zürich eine komplette Fahrspur für den Veloverkehr freizuräumen – eine Idee, die ausgerechnet von den Grünliberalen stammt. Viele Freisinnige reagieren auf so was, als hänge Schwefelgeruch in der Luft. Aber Hab­egger, Vizepräsident der Stadtzürcher FDP, Kantonsrat und Leiter der neuen «FDP Urban», findet: «Das ist ein interessanter Ansatz.» In den Städten müsse sich der Freisinn von alten Denkmustern lösen.

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