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Die Gasse mit der schmutzigsten Vergangenheit Zürichs

Im Niederdorf ist hinter einer winzigen Tür ein Durchgang verborgen. Was die «Ehgraben-Räumer» bis vor kurzem in Kübeln von dort wegbrachten im 5. Teil unserer Serie «Was hinter verschlossenen Türen steckt».

Mitten im Zürcher Niederdorf liegt er, der Ehgraben. Dölf Wild, Leiter Archäologie beim Amt für Städtebau, öffnet die unscheinbare Tür, die in diese geschichtsträchtige Gasse führt.
Mitten im Zürcher Niederdorf liegt er, der Ehgraben. Dölf Wild, Leiter Archäologie beim Amt für Städtebau, öffnet die unscheinbare Tür, die in diese geschichtsträchtige Gasse führt.
Tina Fassbind
Im Spätmittelalter haben die Anwohner ihre Abfälle aus Küchen und Latrinen in diesem schmalen Graben auf der Rückseite der Häuser entsorgt.
Im Spätmittelalter haben die Anwohner ihre Abfälle aus Küchen und Latrinen in diesem schmalen Graben auf der Rückseite der Häuser entsorgt.
Tina Fassbind
...bis sich der nächste Interessent beim Baugeschichtlichen Archiv meldet, und nach dem Schlüssel für dieses «Archäologische Fenster» verlangt.
...bis sich der nächste Interessent beim Baugeschichtlichen Archiv meldet, und nach dem Schlüssel für dieses «Archäologische Fenster» verlangt.
Tina Fassbind
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Die unscheinbare Tür bei der Schifflände 30 im Zürcher Niederdorf wird täglich von Hunderten Touristen und Altstadtbesuchern achtlos passiert. Selbst viele Stadtzürcher wissen nicht, welch aussergewöhnliche Geschichte die enge Gasse hinter der Tür hat.

Hier, in diesem stellenweise kaum einen halben Meter breiten Durchlass, muss es noch vor 100 Jahren grässlich gestunken haben. Denn hier im sogenannten Ehgraben wurden die Abfälle aus den Küchen und Latrinen der angrenzenden Häuser entsorgt – in den offenen Graben hinab.

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