«Grossartig»: Rekurse gegen neues Hochschulgebiet abgewendet

Der Kanton Zürich und die Rekurrenten gegen die Gestaltungspläne für die neuen Hochschulbauten haben sich geeinigt. Baudirektor Martin Neukom ist aus dem Häuschen.

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Der Weg für die weitere Entwicklung des Wissens- und Gesundheitsclusters Zürich ist frei: Die Rekurrenten gegen die Gestaltungspläne im Hochschulgebiet Zürich Zentrum (HGZZ) haben sich mit dem Kanton, dem Universitätsspital und der Universität aussergerichtlich geeinigt. Baudirektor Martin Neukom (Grüne) kommentierte in einem Tweet: «Grossartig.» Und er dankte seinem Vorgänger Markus Kägi (SVP), der – anders als er selbst – auf dem Bild der ehemaligen Streitparteien figuriert.

Im August 2017 hatte die kantonale Baudirektion drei Gestaltungspläne für das HGZZ festgesetzt. Dagegen wurden Rekurse beim Baurekursgericht erhoben, welches diese guthiess und die Verfügungen aufhob. Die Baudirektion erhob dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht.

Nun haben sich der Verein Zukunft Hochschulgebiet Zürich AGBB und die weiteren Rekurrenten mit den betroffenen Parteien geeinigt und eine Vereinbarung unterzeichnet, welche die Weiterentwicklung des HGZZ ohne die Weiterführung des Rechtsmittelverfahrens und nach vereinbarten, städtebaulichen Rahmenbedingungen ermöglicht. Dies teilten die Betroffenen heute Freitag gemeinsam mit.

Auf abgestufte Bebauung geeinigt

So wurde als Beitrag an ein harmonisches Stadtbild gemeinsam eine abgestufte Bebauung mit entsprechenden maximalen Höhen definiert, welche sich innerhalb der Vorschriften der beiden Gestaltungspläne «Wässerwies» sowie «USZ-Kernareal Ost» bewegt. Mit dieser Einigung sei der Weg frei für die weitere Entwicklung des Wissens- und Gesundheitsclusters Zürich.

Der grüne Baudirektor Martin Neukom ist zufrieden, wie sein Tweet zeigt. Speziell sein spezieller Dank an Vorgänger Markus Kägi (SVP). Neukom ist als mutmasslicher Fotograf nicht auf dem Bild. Quelle: Twitter

Das zentrale Anliegen, die erste Etappe für das neue USZ und die UZH zu bauen, könne erfüllt werden. Damit werde dem dringenden Erneuerungs- und Ausbaubedarf der Institutionen entsprochen.

Das gesamte Hochschulquartier soll in den nächsten rund 30 Jahren in mehreren Etappen umgestaltet werden, um Lehre, Forschung und medizinische Versorgung zu stärken und das Quartier städtebaulich zu entwickeln. Ein Generationenprojekt, wie die Verantwortlichen seit Jahren immer wieder betonen. (ema/sda)

Erstellt: 28.06.2019, 15:35 Uhr

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