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«Die Gesundheit des Kindes geht vor»

Laut Georg Staubli, Leiter der Kinderschutzgruppe, ist es ein Extremfall, dass eine Gegnerin der Schulmedizin ihr schwer krankes Baby aus dem Kinderspital entführt. Er hat so etwas noch nie erlebt.

«Es gibt immer Eltern, die mit der Schulmedizin nicht einverstanden sind»: Georg Staubli, Leiter der Kinderschutzgruppe und der Notfallstation am Kinderspital Zürich.
«Es gibt immer Eltern, die mit der Schulmedizin nicht einverstanden sind»: Georg Staubli, Leiter der Kinderschutzgruppe und der Notfallstation am Kinderspital Zürich.

In der Nacht auf Heiligabend hat die 40-jährige Katharina Katit-Stäheli ihren 10 Monate alten, schwer kranken Sohn Dylan aus dem Kinderspital entführt. Wie kann es sein, dass so etwas passiert?

Wir können nicht sicherstellen, dass eine Mutter ohne unsere Einwilligung ihr Kind einfach packt und aus dem Spital hinausläuft. Ansonsten muss die Behörde dafür sorgen, dass ein Polizist oder sonst jemand das Kind rund um die Uhr bewacht. Anders ist es, wenn ein Kind selbstmordgefährdet ist oder direkt vom Umfeld bedroht ist. Dann liegt eine klare medizinische Indikation vor, sodass wir freiwillige Helfer, Medizinstudenten oder eine Pflegeperson organisieren, die bei dem Patienten Sitzwache halten.

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