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Die gute Seele im Blaulicht-Milieu

Gewalt, Verbrechen und Tod waren Themen, die bei Jeanine Kosch zum Berufsalltag gehörten. Auf Ende Monat hört sie als Polizeiseelsorgerin auf und macht nochmals etwas ganz anderes – sie geht ins Kloster.

«Man braucht eine geerdete Spiritualität»: Polizeiseelsorgerin Jeanine Kosch.
«Man braucht eine geerdete Spiritualität»: Polizeiseelsorgerin Jeanine Kosch.
Tom Kawara

Jeanine Kosch steht mitten in ihrem nüchtern eingerichteten Büro am Hirschengraben und überlegt, was sie bei ihrem Auszug mitnehmen soll. Ende Juni gibt sie nach drei Jahren ihr 80-Prozent-Pensum als Polizeiseelsorgerin bei der Stadt- und Kantonspolizei Zürich ab. Vor einem halben Jahr hat sie gekündigt, aus persönlichen Gründen. «Damit jetzt keine falschen Gerüchte aufkommen: Meine Kündigung hat nichts mit meiner Arbeit als Polizeiseelsorgerin zu tun.» Im Gegenteil, sagt die 57-Jährige und verstaut schwungvoll einige Ordner in einer Kiste. Es sei eine abwechslungsreiche Zeit gewesen. Welcher Theologe kann heute schon eine solch grosse «Gemeinde» vorweisen: 5000 Polizistinnen und Polizisten von Stadt, Kanton und Flughafen.

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