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Die Happy-Wiese

Zürich verhipstert auf spiessige Weise? Mag sein. Solange die GZ-Wiese in Wollishofen nicht davon erfasst wird, ist das egal. Eine Lobeshymne.

Auf der Wiese beim Gemeinschaftszentrum Wollishofen kann jeder so sein, wie er ist. Zum Glück. Foto: Samuel Schalch
Auf der Wiese beim Gemeinschaftszentrum Wollishofen kann jeder so sein, wie er ist. Zum Glück. Foto: Samuel Schalch

Es ist so toll hier! Immer wieder landet Zürich in internationalen Rankings auf den vordersten Plätzen, was von den Medien und ihren Lesern mit schlecht verhohlenem Stolz aufgenommen wird. Denn noch vor 20 Jahren herrschte in der Stadt an Feiertagen ein offizielles Tanzverbot. Und 15 Jahre früher hatte sich eine junge Frau am Bellevue angezündet, aus Verzweiflung über das Unverständnis der Erwachsenenwelt gegenüber den Jugendlichen. Doch dann wurde der Geist Zwinglis – Sittenkontrolle und strenger Fleiss – aus der Stadt vertrieben. Die Freizeit wurde nach mediterranem Vorbild nach draussen verlagert, in die Parks, an die Gewässer, wo man Take-away-Food ass, statt in Edelkonditoreien in gedämpftem Ton einen Café zu trinken.

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