Die Helferei setzt jetzt auf japanisches Essen

Um mehr Besucherinnen ins Kulturhaus Helferei zu locken, wird dort neuerdings japanisches Essen angeboten.

Das Kulturhaus Helferei plant, auch einen Aussenbereich für Gäste anzubieten.

Das Kulturhaus Helferei plant, auch einen Aussenbereich für Gäste anzubieten. Bild: Heinz Diener

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Das vom Kirchenkreis eins betriebene Kulturhaus Helferei in der Kirchgasse beim Grossmünster möchte neue Zielgruppen ansprechen. Dafür soll das Herzstück des geschichtsträchtigen Gebäudes – Zwinglis Wohnhauses – sorgen: die Küche. Ein neu eingeführter Mittagstisch soll täglich neue Besucherinnen und Besucher anlocken. Damit dort auch genug Menschen einen Platz finden, hat die Helferei beschlossen, einen Aussenbereich zu schaffen. Das Kulturhaus hat deswegen eine Bewilligung für ein Boulevardcafé beantragt, wie aus dem «Tagblatt der Stadt Zürich» hervorgeht.

Die Helferei plant den Aussenbereich zu erweitern, damit mehr Gäste Platz haben. Foto: Elisabeth Ebli

Nach einem ersten, gescheiterten Versuch einer Mittagsküche startete im April eine Kooperation mit den stadtbekannten Betreibern des japanischen Restaurants MIKI+IKOO. Das Kulturhaus setzt darauf, dass Gerichte wie Ramen und Gyosa Gäste anlocken, die die Helferei sonst möglicherweise nicht besucht hätten. Die Restaurantbesucher sollen so auch auf die Geschichte und das Kulturprogramm des Hauses aufmerksam werden. Umgekehrt kann MIKI+IKOO von Stammkundinnen der Helferei profitieren. «Diese Symbiose funktioniert sehr gut», sagt Martin Wigger.

Seit April wird im Kulturhaus japanisches Essen angeboten. Foto: Elisabeth Ebli

Wigger leitet die Helferei seit drei Jahren und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kulturhaus nach aussen zu öffnen. Er war zuvor einige Jahrzehnte in der Theaterbranche in Deutschland tätig gewesen und hatte mit 50 Jahren entschieden, sich Neuem zu widmen. Mit ihm soll Kunst und Kultur aus aller Welt einen Platz im Programm der Helferei finden.

Damit noch mehr Menschen vom Programm der Helferei profitieren können, habe man sich dazu entschieden, einen wirtschaftlich unabhängigen Betreiber für den Mittagstisch zu engagieren, so Wigger. «Wir möchten die Helferei noch mehr nach aussen öffnen und die Menschen einladen, uns zu besuchen.» Dabei soll der neue Aussenbereich helfen.

Erstellt: 26.08.2019, 17:41 Uhr

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