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Die Lagerstrasse soll zum Boulevard werden

Der neue Stadtteil Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof wirkt sich auch auf die Umgebung aus. So soll beispielsweise die unattraktive Lagerstrasse zu einem Boulevard mutieren.

16,69 Millionen Franken für die Neugestaltung der Lagerstrasse: Der Neubau im Stadtteil Europaallee.
16,69 Millionen Franken für die Neugestaltung der Lagerstrasse: Der Neubau im Stadtteil Europaallee.
Keystone

Das Stadtparlament hat sich für eine Aufwertung der Zürcher Lagerstrasse ausgesprochen. Die Lagerstrasse zwischen Lang- und Kasernenstrasse soll unter anderem sechs Meter breite Trottoirs mit Baumreihen - 86 Linden - und eine neue Beleuchtung erhalten. Vorgesehen sind auch Velostreifen und Lärmsanierungen.

Für die Neugestaltung hat der Gemeinderat einen Kredit von 16,69 Millionen Franken bewilligt. Bereits in eigener Kompetenz bewilligt hat der Stadtrat gebundene Ausgaben von 6,832 Millionen Franken. Damit sollen die Strasse und die Leitungen erneuert werden.

Kritik an SBB

Damit genügend Platz für die breiten Trottoirs und Velostreifen vorhanden ist, muss die Stadt Zürich entlang der Lagerstrasse für 8,866 Millionen Franken von der SBB Land erwerben.

Dass fast die Hälfte des Kredits dafür aufgewendet werden müsse, stiess insbesondere der Alternativen Liste (AL) sauer auf. Die SBB hat ihrer Ansicht nach durch die Aufwertung des ganzen Gebiets schon genug profitiert. Der Stadtrat müsse darauf drängen, dass die SBB das Land für die Lagerstrasse gratis abgebe, verlangte die AL.

Ihre Forderung unterstrich die AL, indem sie einen Rückweisungsantrag stellte. Dieser wurde jedoch hochkant abgelehnt. Die AL will nun das Referendum ergreifen.

Auch SVP dagegen

Die Weisung passierte den Rat mit 90 zu 28 Stimmen. Neben der AL lehnte diese auch die SVP ab - allerdings aus anderen Gründen. Die SVP störte sich unter anderem daran, dass mit der Neugestaltung auch eine Reduktion von Parkplätzen verbunden ist. Auch werde einmal mehr ein Strassenprojekt unnötig «vergoldet», was zu «exorbitanten Sanierungskosten» führe.

Die FDP begrüsste, dass eine «verschupfte Strasse», ein eigentlicher «Unort» aufgewertet wird. Für einmal geschehe dies nicht auf Kosten des motorisierten Individualverkehrs. Dies sei löblich. Auch die GLP zeigte sich darüber erfreut, dass die Infrastruktur an die veränderten Umgebungs-Verhältnisse angepasst werde.

SDA/wid

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