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«Die Männer küssen die Männer»

Weihnachten steht vor der Tür. Für die vielen Muslime im Kanton hat dies nur eine marginale Bedeutung. Ihre eigenen Feste aber zeigen in kleinen Dingen Parallelen.

In der Innenstadt leuchtet seit Donnerstag letzter Woche «Lucy» und versetzt die Zürcher in vorweihnächtliche Stimmung. Alle Zürcher? Laut der Volkszählung aus dem Jahr 2000 – neuere Zahlen gibt es erst im Frühling nächsten Jahres – leben im Kanton mehr als 66'000 Menschen islamischen Glaubens. Wie erleben sie Weihnachten und was feiern sie stattdessen?

«Meine Kinder und ich finden die Weihnachtsbeleuchtung schon schön», meint Beatrix Uluda, «aber der Feiertag hat für mich keine Bedeutung.» Die 54-jährige Schweizerin konvertierte vor 15 oder 20 Jahren zum Islam, genau weiss sie es nicht mehr. Sie ist mit einem Muslim verheiratet und erzieht auch ihren Nachwuchs im neugefundenen Glauben. «Natürlich war es manchmal schwierig, meinen Kindern zu erklären, warum sie von uns im Gegensatz zu allen anderen keine Geschenke bekommen», erzählt sie. Sie habe einfach aufgezeigt, dass es in ihrem Glauben Feste gebe, welche alle anderen nicht feiern würden.

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