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Die neue Fischerstube soll 2021 stehen

80 Jahre nach der Landi sollen die Bauarbeiten für den Neubau des Restaurants am Zürichhorn beginnen. Der Bau ist teurer als erwartet.

Die Fischerstube soll äusserlich so aussehen wie vor 80 Jahren.
Die Fischerstube soll äusserlich so aussehen wie vor 80 Jahren.
Visualisierung PD

Die Stadt ist dem Neubau der Fischerstube einen Schritt näher – zumindest auf dem Papier. Der Stadtrat beantragt dem Parlament für den Ersatz des Restaurants am Zürichhorn einen Objektkredit von rund 18 Millionen Franken. Beginnen die Bauarbeiten wie geplant im nächsten Herbst, soll der Bau im Frühjahr 2021 eröffnet werden, wie der Stadtrat in einer Mitteilung schreibt.

Die Fischer- oder Fischstube – für beide Namen gibt es historische Hinweise, die Stadt braucht jedoch die erste Schreibweise – war eines der Wahrzeichen der Landesausstellung 1939. Zusammen mit der benachbarten Fischerhütte ist es sie die einzigen Zeugen des ehemaligen Landidörflis, beide wurden deshalb ins Inventar der schützenswerten Bauten aufgenommen – obwohl 1957 vollständig niedergebrannt und mit neuen Materialien im gleichen Stil wieder aufgebaut. 1978 wurden die Häuser mit dem Gartenbuffet ergänzt.

Das ganze Jahr Betrieb

Die Fischerstube und das Gartenbuffet sollen nach den Plänen des Berner Architekturbüros Patrick Thurston neu gebaut werden. Das Restaurant wird auch in der neuen Form äusserlich einem Pfahlhaus gleichen, aber im Innern eine komplexe Haustechnik für den Gastronomiebetrieb umfassen. Im Restaurant werden 290 Personen Platz finden, der Betrieb ist im Neubau ganzjährig gewährleistet.

In der Weisung zum Projektierungskredit 2010 hatte die Stadt noch mit 12 Millionen Franken Bausumme gerechnet. Das begründet die Stadt vor allem damit, dass besonders aufwendige Abbrucharbeiten nötig seien, spezielle Fundationen im schlechten Baugrund und generell das Bauen am und über dem Wasser kostenmässig stärker ins Gewicht fiel als erwartet.

Verzögerung wegen Terrasse

Eigentlich hätte der Neubau längst umgesetzt sein müssen. Als die Stadt im August 2016 das Baugesuch einreichte, lag sie bereits fünf Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Schuld an der Verzögerung trägt auch der Gemeinderat. Er bestand auf einer Seeterrasse, das Amt für Hochbauten orientierte sich am Original – ohne Terrasse. Der Gemeinderat setzte sich durch. Das neue Projekt hat eine Terrasse auf der Nordseite des Gebäudes. Die heutige Terrasse, die westlich und südlich um das Gebäude führt, fällt grösstenteils weg.

Anfang 2017 entliess die Stadt den Bau aus dem Inventar der potenziell schützenswerten Bauten, um den Weg für einen Abbruch der Liegenschaft freizumachen. Damals ging die Stadt davon aus, dass der Neubau Ende 2019 bezugsbereit sein wird. Ab wann die Bauarbeiten beginnen können, hängt noch von der Zustimmung des Gemeinderates ab. Wann er darüber debattieren wird, ist noch unklar.

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