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Die Party ist noch nicht vorbei

Auf dem Geroldareal, einem Hotspot des Nachtlebens, will die Stadt ihr Kongresshaus bauen. Im April hätte für Clubs wie Cabaret oder Supermarket Schluss sein sollen. Jetzt gibts aber eine Verlängerung.

Ende April ist an der Geroldstrasse 15 und 17 Discolichterlöschen. Mit dieser Gewissheit lebten die Betreiber der beiden Clubs Cabaret und Supermarket bereits seit längerem. Nun gab es für Letzteren aber diese Woche eine überraschende Wende. Der private Vermieter, Georg Mayer-Sommer, gewährt dem Supermarket einen Aufschub bis Anfang 2015. Damit spielt zumindest für diesen Mieter die Musik sicherlich noch zwei weitere Jahre. Clubchef Sandro Bohnenblust: «Wir sind sehr zufrieden und glücklich. Wir hätten ehrlich gesagt nicht gedacht, dass es so schnell und reibungslos über die Bühne geht.»

Bohnenblust hatte im vergangenen Herbst erfahren, dass der befristete Mietvertrag nicht mehr verlängert würde. Nach über 15 Jahren, in denen der Supermarket eine führende Rolle im Zürcher Nachtleben eingenommen hatte, sollte Schluss sein. Doch der Partyprofi wollte dies nicht einfach so hinnehmen. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn vom Cabaret, die keine Einsprache gegen den auslaufenden Mietvertrag erhoben hatten, wurde er aktiv und kämpfte mit einem Anwalt gegen die baldige Schliessung. «Es geht ja auch um 15 Arbeitsplätze und unzählige freie Mitarbeiter, die im April auf der Strasse gestanden wären.» Denn ein neuer Standort für den Supermarket wurde bis heute nicht gefunden. Die Suche gestaltet sich äusserst schwierig. «Und das, obwohl wir schon seit längerem da dran sind. Es gibt hier mittlerweile nur noch sehr wenige Freiräume.»

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