Die «Republik» ist gegründet

Das Medienprojekt von Constantin Seibt und Christof Moser kann starten. In Rekordzeit konnten sie 750'000 Franken für ihr digitales Magazin sammeln.

Schlangestehen für ein Zeitungsabo: Bereits am frühen Mittwochmorgen war der Andrang in der Redaktion von Projekt R gross.

Schlangestehen für ein Zeitungsabo: Bereits am frühen Mittwochmorgen war der Andrang in der Redaktion von Projekt R gross. Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Erfolgreicher Spendenaufruf für das Schweizer Medienprojekt «Republik». Am Mittwochmorgen hat die Geldsuche begonnen, am frühen Nachmittag waren die benötigten 750'000 Franken sowie 3000 Abonnentinnen und Abonnenten beisammen. Dies geht aus dem Liveticker hervor.

«Republik» von Project R soll ein unabhängiges, digitales Magazin werden, das sich auf die Einordnung von Informationen konzentrieren will. Es soll leserfinanziert und ohne Werbeeinnahmen funktionieren.

Die Crew besteht aus fast einem Dutzend Journalisten, darunter Constantin Seibt und Christof Moser. Hinzu kommen Start-up-, Kommunikations-, Organisations- und IT-Spezialistinnen.

Startkapital von 4,2 Millionen

Wer 240 Franken bezahlt, erhält ein Jahresabonnement und ist gleichzeitig Mitglied der Genossenschaft. Pro Tag werden drei Texte publiziert, die dann auch mit Freunden geteilt werden können.

Damit das Magazin erscheinen kann, braucht es mindestens die nun erreichten 3000 Personen, die dafür Geld ausgeben wollen. Dies haben sich die Verantwortlichen als Markttest zum Ziel gesetzt. Die Investoren und Spender, die bereits Mitte März Geld versprochen haben, müssen erst zahlen, sobald die Verantwortlichen ihren Teil erfüllt haben.

Die Investoren hatten ihre Summe von 3,5 Millionen Franken an die Bedingung geknüpft, dass sich mindestens 3000 Abonnenten anmelden. Dieses Ziel ist nun erreicht. Insgesamt ergibt sich so ein Startkapital von rund 4,2 Millionen Franken.

Gebrüder Meili als Investoren

Eine Liste der Investoren wollten die Verantwortlichen am Mittwoch noch nicht publik machen. Da die Vereinbarungen erst vor wenigen Tagen fertig geworden seien, seien einige Investorinnen und Investoren noch am Gegenlesen, teilte Susanne Sugimoto vom Leitungsteam der Republik der SDA mit.

Sobald die Unterlagen unterschrieben seien, würden die Namen veröffentlicht. Einen nannte Sugimoto trotzdem schon: Unter den Investoren sind die Gebrüder Meili aus Zürich.

Mit dem Nachlass ihres Vaters – er entwickelte Brandmelder – unterstützen die schwerreichen Erben seit Jahren zahlreiche Projekte. Im Jahr 2015 engagierten sie sich im Abstimmungskampf für die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer. (SDA)

Erstellt: 26.04.2017, 15:27 Uhr

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