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«Die Schweiz geht nicht unter, wenn der Rosenverkäufer bleibt»

Juristisch sieht es für den Kurden Kubeysi Genoglu zappenduster aus. Doch die ehemalige SP-Gemeinderätin Rose Zschokke kämpft weiter für dessen Verbleib in Zürich. Es sei eine «Bauchgeschichte».

Kubeysi Genoglu verkauft seit über zehn Jahren Rosen in Restaurants und Lokalen rund um die Langstrasse. Der Kurde soll nun aber ausgeschafft werden. Bis zum 24. Februar muss er die Schweiz verlassen.
Kubeysi Genoglu verkauft seit über zehn Jahren Rosen in Restaurants und Lokalen rund um die Langstrasse. Der Kurde soll nun aber ausgeschafft werden. Bis zum 24. Februar muss er die Schweiz verlassen.
TA Archiv
Im Quartier will man dies mit einer Petition an den Regierungsrat verhindern. Viele Restaurants legen sie derzeit auf und versuchen, Genoglu doch noch zum Bleiberecht zu verhelfen.
Im Quartier will man dies mit einer Petition an den Regierungsrat verhindern. Viele Restaurants legen sie derzeit auf und versuchen, Genoglu doch noch zum Bleiberecht zu verhelfen.
Screenshot Internet
Hinter der Petition steht die ehemalige SP-Gemeinderätin Rose Zschokke. Sie stellt sich voll und ganz hinter den stadtbekannten Rosenverkäufer.
Hinter der Petition steht die ehemalige SP-Gemeinderätin Rose Zschokke. Sie stellt sich voll und ganz hinter den stadtbekannten Rosenverkäufer.
Thomas Burla
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Rechtlich gesehen ist der Fall klar: Rosenverkäufer Kubeysi Genoglu muss gehen. Wörtlich heisst es im Urteil des Bundesgerichts: «Die vorstehenden Erwägungen führen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer und Y. die Ehe rechtsmissbräuchlich eingegangen sind mit dem Ziel, dem Beschwerdeführer ein Aufenthaltsrecht zu verschaffen.» Genoglu reiste 2004 illegal in die Schweiz ein und heiratete kurz darauf eine zwanzig Jahre jüngere, drogenabhängige Frau. Ganz ausserordentliche Umstände, um ein überwiegendes privates Interesse am Verbleib in der Schweiz zu bejahen, würden nicht vorliegen, die Rückkehr in die Türkei sei ohne weiteres zumutbar, schreiben die Lausanner Richter. Bis zum 24. Februar muss der Kurde das Land verlassen.

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