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Die Seefeld-Spirale

Überall in Zürich werden Häuser abgerissen oder teuer saniert. Doch im Seefeld werden Normalverdiener noch rasanter verdrängt als anderswo. Die Hornbachsiedlung, über die im Juni abgestimmt wird, wäre ein Korrektiv.

Beliebtes Seefeld: Die Profile für die Hornbachsiedlung stehen bereits. Foto: Dieter Seeger
Beliebtes Seefeld: Die Profile für die Hornbachsiedlung stehen bereits. Foto: Dieter Seeger

2011 hätte es die «Seefeldisierung» um ein Haar zum Schweizer Wort des Jahres geschafft. Für die Verdrängung von Menschen aus aufstrebenden Stadtteilen hat Zürich seinen eigenen Begriff geschaffen: Was anderswo Gentrifizierung heisst, nimmt hier Bezug auf das, was im schönen Quartier am See passiert. In rasanterem Tempo als anderswo können sich ärmere Menschen und Normalverdiener die Mieten im Seefeld nicht mehr leisten. Das einstige Rotlichtquartier an der Ausfallstrasse aus der City hat in den letzten 15 Jahren eine Beliebtheit erlangt, die weit über die Grenzen Zürichs hinausreicht. Auf englischsprachigen Internetforen schwärmen Zuzüger von der lebendigen und exklusiven «neighbourhood» am See.

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