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«Die Sozialhilfe ist kein Selbstbedienungsladen»

Martin Blattmann ist seit 25 Jahren Sozialarbeiter. Die nicht abreissende Kritik am heutigen System hält er ­für teilweise überholt. Der Druck auf die Sozialhilfebezüger und die Kontrollen seien bereits verschärft worden.

«Es ist wichtig, an den Fällen dranzubleiben», sagt Martin Blattmann. Foto: Reto Oeschger
«Es ist wichtig, an den Fällen dranzubleiben», sagt Martin Blattmann. Foto: Reto Oeschger

Für viele Sozialhilfe-Kritiker sind Sozialarbeiter Gutmenschen, die Armen das Händchen halten und Geld auszahlen, ohne dafür etwas zu fordern.

Früher hätte ich das noch halb unterschrieben. Ich habe im Sekretariat für ­alleinstehende Männer angefangen. Dort ging es wirklich in erster Linie darum, dafür zu sorgen, dass diese meist alkoholabhängigen Männer nicht ausfällig wurden. Heute suchen wir auch für Menschen in solchen Situationen Arbeitsmöglichkeiten.

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