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Die Universität Zürich verabschiedet sich vom Latein

An der Philosophischen Fakultät wird umgebaut: Laut Rektor Michael Hengartner wurde die Bologna-Reform zu streng umgesetzt.

In der Bibliothek wird gelernt – Latinum hin oder her. Foto: Martin Ruetschi (Keystone)
In der Bibliothek wird gelernt – Latinum hin oder her. Foto: Martin Ruetschi (Keystone)

Die Philosophische Fakultät der Universität Zürich befindet sich im Umbruch. Auf das Herbstsemester 2015 hat sie die Lateinpflicht für Studienprogramme der Fächer Kunstgeschichte, Philosophie, Anglistik sowie Deutsche Sprachwissenschaft aufgehoben, wie TA-Recherchen zeigen. Den Abschied vom Latein-Obligatorium haben die Fächer selbst beantragt. Die Annahme ist ein Durchbruch, 2012 waren ähnliche Anträge noch deutlich abgelehnt worden. Die Universität Zürich war damit weiterhin die einzige Deutschschweizer Universität, die in den betroffenen Fächern Latein voraussetzte. Sehr zum Ärger der Anglisten, Kunsthistoriker und Philosophen, die fürchteten, deswegen Master-Studierende von anderen Universitäten abzuschrecken. Das dürfte jetzt nicht mehr der Fall sein. Für Geschichte, Theologie oder romanische Sprachen wird Latein aber weiter vorausgesetzt.

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