Die verrückten Pläne für ein zweites Zürcher Formel-E-Rennen

Formel-E-Boliden auf einer schwimmenden Brücke im Zürichsee, so haben sich die Organisatoren die zweite Auflage des Rennens in Zürich vorgestellt. Es kommt wohl anders.

Die Formel E will zurück nach Zürich: Promo-Aktion im Vorfeld des ersten Rennens in der Innenstadt. Foto: Keystone

Die Formel E will zurück nach Zürich: Promo-Aktion im Vorfeld des ersten Rennens in der Innenstadt. Foto: Keystone

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2020 sollen die E-Boliden wieder durch Zürich düsen. Nun zeichnet sich ab, wo das geschehen könnte – und wo nicht. Geht es nach den Veranstaltern, am liebsten wieder in der Innenstadt, wieder am Seebecken und neu sogar auf dem See. Von den kühnen, etwas verrückten Plänen berichtete «Blick» Anfang Woche.

Eine provisorische schwimmende, rund 400 Meter lange Brücke wäre das Wunschszenario für die zweite Ausgabe des Formel-E-Rennens in Zürich. Die Stadt sagte aber Nein zu einer solchen Variante. «Es wird kein Rennen in der Innenstadt geben», zitiert «Watson» einen Sprecher des zuständigen Sicherheitsdepartements.

Der Plan B der Organisatoren ist realistischer: eine Strecke auf dem Hönggerberg, rund um die ETH. Weniger Lärmbelastung für die Anwohner und genügend Platz sprechen für diese Lage, argumentiert Roger Tognella in der NZZ. Der FDP-Gemeinderat gehört zu den treibenden Kräften hinter dem Zürcher Grand Prix. Er beschwert sich nun, die Stadt mache zu wenig vorwärts, dabei pressiere es. Anfang April hätten die Veranstalter ein Gesuch beim Stadtrat für den Grossanlass eingereicht. «Seither warten wir auf eine Bewilligung», wird Tognella zitiert. Gebe es keinen Entscheid bis Ende Mai, stünde der Anlass auf der Kippe, warnt er.

Geld von der ETH?

Das Sicherheitsdepartement wehrt sich gegen den Vorwurf, die Stadt bremse die Formel E aus. Das Gesuch sei eingegangen, es brauche nun Zeit, die Machbarkeit zu prüfen, Gespräche würden geführt. Ein solcher Grossanlass müsse sauber abgeklärt werden, sagt ein Sprecher des Sicherheitsdepartements.

Bereits bei der ersten Austragung im Juni 2018 in Zürich war die ETH am Anlass anwesend und präsentierte Innovationen und Konzepte für die Zukunft. Tognella hofft nun auch auf finanzielle Unterstützung der ETH, sollte 2020 ein Rennen auf dem Hönggerberg stattfinden. Denn ein Rundkurs abseits der Innenstadt bringe Nachteile und Risiken mit sich.

Im Juni 2018 waren über 100'000 Zuschauer beim Rennen in der Innenstadt. Die Veranstalter verbuchten den Anlass als Erfolg. Es war nach 60 Jahren das erste Motorsport-Rundstreckenrennen der Schweiz. Dieses Jahr findet das Rennen in Bern statt, weil in der Zürcher Innenstadt mit dem Züri-Fäscht im Sommer bereits zu viel los sein wird. (sip)

Erstellt: 24.04.2019, 10:41 Uhr

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