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Die Weststrasse wird zur Sackgasse

Mit einem Jahr Verspätung wird die ehemalige Transitachse im Oktober dem Verkehr übergeben. Die Autos fahren dann nicht nur mit Tempo 30 durchs Quartier, sondern müssen auch vor der Birmensdorferstrasse wenden.

Dieses Schild bleibt: Wenn Anfang Oktober 2012 die Weststrasse im Zürcher Kreis 3 wieder ganz dem Verkehr übergeben wird, kann der Verkehr nicht mehr wie früher ungehindert durchrollen.
Dieses Schild bleibt: Wenn Anfang Oktober 2012 die Weststrasse im Zürcher Kreis 3 wieder ganz dem Verkehr übergeben wird, kann der Verkehr nicht mehr wie früher ungehindert durchrollen.
Tina Fassbind
Tina Fassbind
Die Bäume tragen zusätzlich zur Aufwertung der ehemaligen Transitachse bei. Anders als die Pflanzen an der Sihlfeldstrasse sind diese Bäume kerngesund und müssen nicht ersetzt werden.
Die Bäume tragen zusätzlich zur Aufwertung der ehemaligen Transitachse bei. Anders als die Pflanzen an der Sihlfeldstrasse sind diese Bäume kerngesund und müssen nicht ersetzt werden.
Tina Fassbind
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Anfang August 2010 wurde die ehemalige Westtangente mitten durch die Stadt Zürich gesperrt. Seither wird aus der Weststrasse im Zürcher Kreis 3, der als «Auspuff der Nation» verschrienen Transitroute, im Rahmen der flankierenden Massnahmen West (Flama) etappenweise eine Tempo-30-Zone gemacht.

Der Rückbau hätte bis Ende 2011 abgeschlossen sein sollen. Ein privates Bauprojekt hat die Wiedereröffnung der Weststrasse allerdings um fast ein Jahr verzögert. «Die Bauinstallationen auf einem angrenzenden Grundstück ragten so weit auf einen Teilbereich der Weststrasse, dass eine Fortsetzung der Strassenbauarbeiten unmöglich wurde», erklärt Stefan Hackh, Mediensprecher des Tiefbauamts der Stadt Zürich, die Verzögerung gegenüber Redaktion Tamedia. Für das Privatprojekt sei eine gültige Bewilligung zur Benutzung des öffentlichen Grundes vorgelegen, «deshalb mussten wir das Ende dieser Arbeiten abwarten.»

Wiedereröffnung spätestens Anfang Oktober

Am 20. August konnte das Tiefbauamt mit der Fertigstellung des letzten Teilstücks auf dem Abschnitt zwischen der Birmensdorfer- und der Zweierstrasse beginnen. Unter anderem muss in diesem Bereich die Strassenentwässerung noch an die Kanalisation angeschlossen werden. Anschliessend folgen noch das Versetzen der Randsteine und die letzten Belagsarbeiten. «Voraussichtlich Ende September, spätestens aber Anfang Oktober sind diese letzten Flama-Arbeiten auf der ehemaligen Westtangente durch die Stadt Zürich abgeschlossen», betont Hackh. Dann werde die gesamte verkehrsberuhigte Weststrasse wieder dem Verkehr übergeben.

Lange Kolonnen oder tosender Durchgangsverkehr wird es aber auch nach der Wiedereröffnung nicht mehr geben. Das liegt nicht nur an der Abklassierung der Verkehrsachse in eine 30er-Zone. Für die Fahrzeuge gibt es künftig an der Ecke Birmensdorfer-/Weststrasse kein Durchkommen mehr. «Die momentan aufgestellten Jersey-Elemente werden durch eine fixe Metallpfostenreihe ersetzt. Dadurch wird die Weststrasse in diesem Strassenabschnitt zur Sackgasse und der Schleichverkehr durch die Weststrasse unterbunden», so der Tiefbauamt-Sprecher.

Flanieren statt fahren

Damit wird aus dem Strassenzug Bullingerstrasse–Sihlfeldstrasse–Weststrasse, auf dem früher pro Tag rund 23'000 Fahrzeuge verkehrten und wo der Lärmalarmwert von 70 Dezibel permanent überschritten wurde, endgültig eine Quartierstrasse. Neue Baumreihen und Strassencafés mit Aussenbestuhlung tragen zusätzlich dazu bei, dass schon heute auf der ehemaligen Westtangente mehr flaniert als gefahren wird. «Den Bäumen an der Weststrasse geht es gut», fügt Hackh an. «Nur die Bäume an der Sihlfeldstrasse mussten aufgrund eines Frostschadens im Frühjahr gefällt werden. Die neuen Bäume werden dort im November gepflanzt.»

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