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Die Wohn-Elite ist eingezogen

Ein Neubau wie jener der Genossenschaft Kalkbreite ist nur in Zürich möglich. Das Haus und seine Bewohner loten die Grenzen der Gemeinschaft aus.

Eine Trutzburg gegen Gentrifizierung und kleinbürgerliche Genossenschaften: Besucher der Überbauung Kalkbreite schauen in den Innenhof.
Eine Trutzburg gegen Gentrifizierung und kleinbürgerliche Genossenschaften: Besucher der Überbauung Kalkbreite schauen in den Innenhof.
Reto Oeschger
Eröffnung am 23. August: Das Einweihungsfest im Park.
Eröffnung am 23. August: Das Einweihungsfest im Park.
Reto Oeschger
Heikle Trennung von privaten und öffentlichen Räumen: Mit Kordeln und der Aufschrift «ab hier PRIVAT» sollen Besucher und Bewohner getrennt werden.
Heikle Trennung von privaten und öffentlichen Räumen: Mit Kordeln und der Aufschrift «ab hier PRIVAT» sollen Besucher und Bewohner getrennt werden.
Reto Oeschger
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Ein Blick in den Bauch des Gebäudes hilft, das Kalkbreite-Projekt im Kreis 4 zu begreifen. Hinter schwarzen Gittern verbirgt sich das Tramdepot. Es steht stellvertretend dafür, was in den Wohnung darüber passieren soll.

Für die Genossenschaft als Bauherrin war die Tramgarage ein Ärgernis. Die Stadt bestand auf 426 Meter Gleisen, um darauf Trams zu parkieren. Ein Frevel, könnte man denken, ist das doch Lebensraum – viel zu wertvoll, um ihn mit Fahrzeugen zu vergeuden. Das würden die Leute hinter der Kalkbreite aber nie in diesen Worten sagen. Sie hüten sich, etwas als Problem zu bezeichnen. Stattdessen sprechen sie von Herausforderung – und holten das Maximum aus dem Depot heraus.

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