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Die ZKB-Seilbahn kommt nicht zum Jubiläum

Pünktlich zum 150-Jahr-Jubiläum wollte die ZKB eine Seilbahn über den Zürichsee bauen. Diesen Termin verpasst die Bank.

So hätte sich die ZKB die Seilbahn im Jahr 2020 vorgestellt: Das Projekt zum Jubiläum.
So hätte sich die ZKB die Seilbahn im Jahr 2020 vorgestellt: Das Projekt zum Jubiläum.
PD

Eigentlich hätten im kommenden Sommer die Gondeln der ZKB-Seilbahn über den Zürichsee fahren sollen. Nun ist klar: Diesen Termin kann die Kantonalbank nicht einhalten. Der Grund: Mindestens eine Einsprache gegen das Projekt sei eingegangen, wie Rolf Rufer, Projektleiter bei der ZKB, in der NZZ sagt. Die Einsprache verzögere das Projekt, eine Jubiläumsseilbahn im Jubiläumsjahr sei somit ausgeschlossen.

Seit 2017 ist die ZKB mit der Planung der Seilbahn beschäftigt. Offenbar hat die Bank bereits einen einstelligen Millionenbetrag investiert. Man hätte allerdings vielleicht etwas früher damit beginnen sollen, gesteht der Projektleiter ein. Sagt aber auch: «Wir würden nichts anders machen.» Fehler seien keine gemacht worden.

Ortbsild beeinträchtigt

Damit die Seilbahn gebaut werden dürfte, muss das Projekt drei Hürden überwinden. Das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft hat die wasserrechtliche Konzession erteilt, die Zürcher Baudirektion hat den kantonalen Gestaltungsplan festgesetzt. Die beiden Verfahren sind aber noch nicht rechtskräftig. Erst wenn dies der Fall ist, schreibt die NZZ, kann das Bundesamt für Verkehr mit der Plangenehmigung die Baubewilligung geben. Sowohl gegen die wasserrechtliche Konzession als auch gegen den Gestaltungsplan rekurriert der Verkehrsclub Schweiz (VCS).

Die Hauptkritikpunkte sind, dass die sogenannte Züri-Bahn das Bergpanorama verschandle, das Naherholungsgebiet am See belaste, zusätzlichen Verkehr bringe und das geschützte Ortsbild beeinträchtige. «Wichtige Frei- und Erholungsräume für die Stadt Zürich werden erheblich eingeschränkt und der öffentliche Raum muss herhalten für ein Marketingprojekt, das vor allem zum Ziel hat, Werbung für eine Bank zu machen», wird Gabi Petri, Co-Geschäftsführerin des VCS Zürich zitiert.

Wie lange es dauert, bis die juristischen Verfahren abgeschlossen sind, ist noch unklar. Aufgeben will die ZKB wegen der Einsprachen aber nicht. Sie will das Projekt weiterverfolgen und die Seilbahn einfach später bauen.

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