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Zürcher sind fleissige Umbauer

Aufstocken, anbauen, neu nutzen: In der Stadt sind seit 2010 allein durch Umbauten durchschnittlich 270 zusätzliche Wohnungen pro Jahr entstanden.

Umbauen ist in Zürich hoch im Kurs: Seit 2010 sind so jährlich 270 zusätzliche Wohnungen entstanden.
Umbauen ist in Zürich hoch im Kurs: Seit 2010 sind so jährlich 270 zusätzliche Wohnungen entstanden.
Franziska Rothenbuehler

In Zürich wird nach wie vor wacker gebaut: Der Wohnungsbestand in der Stadt ist von 208’000 im Jahr 2010 auf über 220’000 im Jahr 2017 angestiegen, wie Statistik Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Allein durch den Umbau von bestehenden Objekten sind seit 2010 pro Jahr durchschnittlich 270 zusätzliche Wohnungen entstanden.

Für ein besseres Verständnis der Daten hat Statistik Stadt Zürich die Umbauarten in fünf Kategorien eingeteilt.

  • Bei der reinen Erneuerung bleiben Fläche und Anzahl Stockwerke gleich, Wohnungen können aber getrennt oder zusammengelegt werden.
  • Bei der Nutzung innerer Reserven nimmt die Wohnfläche zu, indem beispielsweise der Dachboden in eine Wohnung umgebaut wird.
  • Bei Aufstockung oder Anbau wird die Gebäudehülle für mehr Wohnfläche vergrössert.
  • Bei der Umnutzung zu Wohnungen werden kommerzielle oder andere Nutzflächen eines Hauses in Wohnraum umgewandelt.

Den Löwenanteil der Umbauarten machen Anbauten und Aufstockungen von bestehenden Häusern aus. Auf diese Weise sind seit 2010 insgesamt 1180 neue Wohnobjekte realisiert worden. Weitere 870 Objekte sind durch Umnutzungen beispielsweise von Büroräumen entstanden.

Einteilung der Umbauten in fünf Gruppen: Zum Vergrössern der Grafik von Statistik Stadt Zürich Bild anklicken.

Mehr Wohnfläche durch Umbau

Besonders fleissig waren die Privaten: Sie haben seit 2010 auf ihrem Grund sehr viel häufiger zusätzliche Wohnungen erstellt, als dies bei gemeinnützigem Eigentum der Fall war. Gemeinnützige Eigentümerschaften ersetzten wiederum häufiger ihre Liegenschaften durch Neubauten, wodurch ebenfalls mehr Wohnraum entstanden ist.

Zürichs Gebäudebestand seit 1850:

Zürich wächst und wächst: Die Veränderungen auf einen Blick. (Video: Marco Sieber/Statistik Stadt Zürich)

Die durchschnittliche Wohnungsfläche hat sich durch die Umbauten um 3,7 Quadratmeter vergrössert – beim Nutzen innerer Reserven wie beispielsweise dem Ausbau eines Dachstocks sogar um durchschnittlich 9 Quadratmeter.

Sonderfall Sihlfeld

Unterschiede punkto Bautätigkeiten macht Statistik Stadt Zürich auch zwischen den Quartieren aus. So wurde im Kreis 1, im Langstrassenquartier und im Seefeld seit 2009 am meisten umgebaut. In der City liegt der Umbauanteil am Wohnungsbestand bei 23 Prozent. Ein Sonderfall ist das Quartier Sihlfeld, in dem sich die Weststrasse befindet. Dort wurden in diesem Zeitraum nicht nur viele Wohnungen umgebaut, die Zahl der Wohnobjekte hat sich auch deutlich erhöht: 84 Prozent aller zusätzlichen Wohnungen im Sihlfeld sind durch Umbau entstanden.

Auch in der Weinegg, in der Werd, im Quartier Rathaus und in Hottingen trug der Umbau mehr als die Hälfte zur Wohnungszunahme bei. Anders sieht es am Stadtrand aus. Dort ist der Anteil der durch Umbau entstandenen zusätzlichen Wohnungen eher tief, dafür dürfte dort die Zahl der Ersatzneubauten höher sein.

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