Zum Hauptinhalt springen

«Diese Politiker haben ein veraltetes Rollenbild»

 Justizdirektor Martin Graf (Grüne) wehrt sich gegen die Abschaffung der kantonalen Fachstelle für Gleichstellung, wie dies bürgerliche Kantonsräte verlangen. Er will aber auch keine Frauenquote einführen.

Liliane Minor
«Engagement für Gleichstellung bedeutet nicht, Dogmen zu vertreten»: Justizdirektor Martin Graf.
«Engagement für Gleichstellung bedeutet nicht, Dogmen zu vertreten»: Justizdirektor Martin Graf.
Nicola Pitarro

Am Montag berät der Kantonsrat über eine Abschaffung der Fachstelle für Gleichstellung. Sie sei angesichts der Fortschritte in der Schweiz nicht mehr nötig. Dennoch hält der Regierungsrat an der Fachstelle fest. Warum? Welches sind Ihrer Ansicht nach die grössten verbleibenden Baustellen in der Gleichstellung? Zum Glück haben wir in den letzten Jahren einiges erreicht. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist in der Schweiz verfassungsrechtlich verankert. Noch gibt es aber Anpassungsbedarf, beispielsweise bei der Militärpflicht, beim Pensionierungsalter oder bei familienunterstützenden Angeboten. Junge Frauen holen heute bildungsmässig stark auf. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen. Ihr Zugang zum Arbeitsmarkt soll nicht durch schlechte Kinderbetreuungsangebote verbaut werden. Da kann Gleichstellungsarbeit sehr viel bewirken.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen