Diese Zürcher Badi soll das ganze Jahr offen bleiben

1200 Unterschriften haben die Stadtzürcher Grünen gesammelt. Ihre Forderung: Ein 4-Jahreszeiten-Stadtpark.

Soll ganzjährig für die Bevölkerung zugänglich sein: Das Freibad Letzigraben.

Soll ganzjährig für die Bevölkerung zugänglich sein: Das Freibad Letzigraben. Bild: TA

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Am kommenden Sonntag schliesst die 20'000 Quadratmeter grosse Letzibadi. Die Wetterprognose: Sonnenschein, 24 Grad. Danach werden die Tore verriegelt, Zürcherinnen und Zürcher müssen draussen bleiben. Bis im nächsten Mai. Den Grünen passt das nicht. Sie haben am Mittwoch eine Petition beim Stadtrat eingereicht. Sie fordern: Die Letzibadi soll das ganze Jahr offen bleiben.

Dass 20'000 Quadratmeter Grünfläche acht Monate lang im Jahr brachliegen, soll sich ändern. «Und das mitten in einem Quartier, in dem Grünräume knapp und immer seltener werden», wie die Grünen in einer Mitteilung schreiben.

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Deshalb wollen die Grünen aus der Letzibadi einen Stadtpark machen, der das ganze Jahr zugänglich ist. «Kinder würden den Park gerne zum Spielen brauchen, die Grossen wünschen sich eine attraktive Anlage für Spaziergänge ganz in der Nähe, Joggerinnen und Jogger möchten darin ihre Runden drehen, und viele würden es geniessen, im Restaurant oder beim Museum auch mal einen Kaffee trinken zu können», heisst es in der Mitteilung. Rund 1200 Personen hätten die Petition unterschrieben.

Die Grünen bei der Übergabe der Petition an Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP). Bild: PD

Badis und Stadtzürcher Politik: Eine Kombination, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt. So haben die Kommunisten der PdA vor einem Jahr eine Initiative für Gratis-Badis für alle lanciert und zwischenzeitlich erfolgreich eingereicht. Die SP will an der Limmat zwischen Dynamo und Flussbad Oberer Letten die Zahl der Liegeplätze erhöhen und reichte 2016 einen Vorstoss dazu im Gemeinderat ein. Im Sommer 2017 wurde es den jungen Grünen in den Flussbädern zu eng, sie forderten deshalb einen «dritten Letten». Und im Mai 2017 wurden die SP-Gemeinderäte Marianne Aubert und Marco Denoth im Stadtparlament aktiv. Sie wollen, dass die Stadt die Schwimmkapazität erhöht. Dies soll entweder durch ein neues 50-Meter-Hallenbad geschehen oder mit Traglufthallen, die im Winterhalbjahr Sommerbäder überdecken.

Die Zürcher SVP wollte aber das Badi-Thema den Linken nicht alleine überlassen. Sie plädierte im Stadtparlament für die Öffnung der Frauenbadi. Die Folge: schallendes Gelächter. (sip)

Erstellt: 13.09.2018, 12:14 Uhr

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