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«Dolder»-Besitzer müssen Steuern in Millionenhöhe nachzahlen

Das Milliardärs-Ehepaar Schwarzenbach hat eine Sicherstellungsverfügung bis vors Bundesgericht gezogen – und ist damit abgeblitzt.

Für Dolder-Besitzer Urs E. Schwarzenbach wird es teuer: Er soll Nachsteuern von insgesamt rund 110 Millionen Franken zahlen. Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen dürften noch dazu kommen (April 2008).
Für Dolder-Besitzer Urs E. Schwarzenbach wird es teuer: Er soll Nachsteuern von insgesamt rund 110 Millionen Franken zahlen. Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen dürften noch dazu kommen (April 2008).
Keystone

Der Besitzer des Zürcher Nobelhotels «Dolder» muss Nachsteuern in der Höhe von voraussichtlich über 100 Millionen Franken zahlen. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Milliardärs und seiner Ehefrau gegen eine Sicherstellung der ausstehenden Beträge abgewiesen.

Das kantonale Steueramt Zürich hatte im Oktober 2015 gegenüber Urs E. Schwarzenbach und seiner Frau ein Nach- und Strafsteuerverfahren zu den Jahren 2005 bis 2009 eröffnet.

Aufgrund von Unterlagen, die bei einer Hausdurchsuchung durch die Eidgenössische Zollverwaltung in der Villa der Schwarzenbachs 2013 beschlagnahmt worden waren, ergab sich, dass Schwarzenbach einen Kunst- und Antiquitätenhandel betrieben hat. Dies geht aus dem am Freitag publizierten Urteil des Bundesgerichts hervor.

Das Steueramt erliess Ende Januar 2016 eine Nachsteuerverfügung. Es setzte Nachsteuern von insgesamt rund 110 Millionen Franken fest. Es werden voraussichtlich Zinsen, Verfahrenskosten und Hinterziehungsbussen hinzu kommen.

Steuersitz in Grossbritannien

Weil das Ehepaar ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in Grossbritannien hat und in der Schweiz nur beschränkt steuerpflichtig ist, haben die Behörden eine Sicherstellungsverfügung in der Höhe von 205 Millionen Franken erlassen. Ein solcher Arrest wird durch das zuständige Betreibungsamt vorgenommen, damit mutmasslich geschuldete Steuern auch beglichen werden können.

Das Ehepaar zog die entsprechende Verfügung vergeblich bis vor Bundesgericht. Es machte geltend, die Behörden seien falsch vorgegangen und hätten die Höhe der Nachsteuern willkürlich festgelegt. Die Eheleute bestreiten, in den betroffenen Jahren Handel mit Kunstgegenständen betrieben zu haben.

(Urteil 2C_669/2016 und 2C_670/2016 vom 08.12.2016)

SDA/kko

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