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In der Limmat ertränkt – und dann vergessen

Der Zürcher Stadtrat drückt sich um ein Mahnmal für die Hexenverfolgungen. Dagegen wehrt sich ein Verein.

Helene Arnet
Ihr wurden ihre Kenntnisse der Kräuterkunde zum Verhängnis: Agatha Studler wurde 1546 in der Limmat ertränkt. Foto: Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich, MS F13 fol. 90
Ihr wurden ihre Kenntnisse der Kräuterkunde zum Verhängnis: Agatha Studler wurde 1546 in der Limmat ertränkt. Foto: Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich, MS F13 fol. 90

Vergangen und vergessen. Das suggeriert die Haltung des Zürcher Stadtrats. Es scheint offenbar kaum der Rede wert, dass zwischen 1487 und 1701 in Zürich 85 Menschen, 80 davon Frauen, der Hexerei angeklagt, meist brutal gefoltert und dann verbrannt, ertränkt oder enthauptet wurden. Es ist nämlich mehr als fünf Jahre her, dass der Gemeinderat mit 70 gegen 49 Stimmen ein Postulat überwies, mit dem ein Mahnmal für diese Opfer des Stadtstaates Zürich gefordert wurde.

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