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«Drogen sollten auf jeden Fall legalisiert werden»

Die Organisation Arud setzt sich seit 25 Jahren für einen risikoarmen Umgang mit Drogen ein. Der Erfolg der Anfänge wird heute zum Problem, sagt Chefarzt Thilo Beck.

Information, Beratung, Behandlung: Das Angebot der Arud umfasst auch die medizinische Versorgung. Patienten können sich hausärztlich untersuchen und behandeln lassen.
Information, Beratung, Behandlung: Das Angebot der Arud umfasst auch die medizinische Versorgung. Patienten können sich hausärztlich untersuchen und behandeln lassen.
ZVG
Substitutionsgestützte Behandlung – auch das ist bei der Arud möglich mit Methadon, Buprenorphin oder Morphin.
Substitutionsgestützte Behandlung – auch das ist bei der Arud möglich mit Methadon, Buprenorphin oder Morphin.
ZVG
Die Anfänge: Die Arud wurde als Reaktion auf die Schliessung der offenen Drogenszene gegründet. Hier ein Bild vom Juni 1994 am Lettensteg.
Die Anfänge: Die Arud wurde als Reaktion auf die Schliessung der offenen Drogenszene gegründet. Hier ein Bild vom Juni 1994 am Lettensteg.
Keystone/Str, Keystone
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Die Gründung der Organisation Arud ist eine direkte Reaktion auf die Schliessung des Platzspitz. Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Damals starben Menschen auf offener Strasse an Drogen. Es ist unglaublich, dass die Gesellschaft so lange zusehen konnte. Heute ist es fast unvorstellbar, dass in einer Stadt wie Zürich eine solche Szene entstehen konnte. Dieses Versagen hat mich schockiert. Und es hat mich tief beeindruckt, wie schnell die niederschwellige Versorgung mit Methadon Entlastung brachte. Die Arud war eine Pionierorganisation, wie sie im Buche steht. Sie irritierte mit ihren Forderungen und setzte mit ihrer Methadonabgabe für Heroinabhängige eine Praxis durch, die damals noch illegal war. Doch der Erfolg von damals ist heute unser grösstes Problem.

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