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Ehemaliger Rektor der Uni Zürich gestorben

Gerold Hilty, Rektor der Universität Zürich während der Zürcher Jugendunruhen, ist tot. Der renommierte Sprachwissenschafter hatte sich mit alten Texten und moderner Linguistik befasst.

Wollte die Führungsrolle des Rektors stärken: Gerold Hilty stösst mit der 15'000sten Studentin an. (Bild: Uni Zürich)
Wollte die Führungsrolle des Rektors stärken: Gerold Hilty stösst mit der 15'000sten Studentin an. (Bild: Uni Zürich)

Der renommierte Romanist und Sprachwissenschafter Gerold Hilty starb am Samstag in seinem 88. Lebensjahr, wie die Universität am Montag mitteilte. Hilty war von 1959 bis 1993 ordentlicher Professor für romanische Philologie an der Zürcher Universität.

Während über drei Jahrzehnten habe er in souveräner Weise die Iberoromanistik und die galloromanische Sprachwissenschaft vertreten, heisst es in einem Nachruf der Hochschule.

In seinem zahlreichen Publikationen habe sich Hilty einerseits mit den ältesten Denkmälern dieser Sprachen – etwa den Anfängen der spanischen Lyrik –, andererseits aber auch mit Themen der modernen Linguistik befasst. Zudem war er Mitbegründer und Mitherausgeber des St. Galler Namensbuches, in dem Hilty die sprachlichen Spuren der Romanen dokumentierte.

Klare Grenzen und Gesprächsbereitschaft

Von 1980 bis 1982 war der gebürtige Bündner Rektor der Universität Zürich. In diese Zeit fielen auch die Zürcher Jugendunruhen. Durch Setzung klarer Grenzen einerseits und Gesprächsbereitschaft andererseits habe er erreicht, dass die Störungen des Lehrbetriebs gering geblieben seien, hält die Universität fest.

Für sein Bestreben, dem Rektor neben den repräsentativen Aufgaben eine stärkere Führungsrolle zu übertragen, sei die Zeit noch nicht reif gewesen. Sein diesbezüglicher Positionsbezug habe aber mitgeholfen, den Boden für die spätere Universitätsreform zu bereiten. Nach seiner Emeritierung setzte sich Hilty als Präsident der Zürcher Senioren-Universität für deren weiteren Ausbau ein.

SDA/rub

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