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Ein altes Tramdepot wird fit für die Zukunft

Eine Führung durch den Glaspalast der Verkehrsbetriebe an der Elisabethenstrasse zeigt, warum die Instandsetzung alles andere als einfach war.

Die Leichtigkeit der Glasfront zu erhalten war eine Schwierigkeit bei den Bauarbeiten. (Foto: Nicola Pitaro)
Die Leichtigkeit der Glasfront zu erhalten war eine Schwierigkeit bei den Bauarbeiten. (Foto: Nicola Pitaro)

Der Umbau des Tramdepots in der Elisabethenstrasse hat rund 32 Millionen Franken gekostet, drei Jahre gedauert – und war für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung. Der Grund: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Zürcher Stadtbaumeister Hermann Herter hatte es entworfen, und zwischen 1939 und 1949 ist es in mehreren Bauetappen umgesetzt worden. Seither ist es nicht mehr umfassend instand gesetzt worden.

Nicht nur der Denkmalschutz und die damit verbundenen strengen Auflagen für eine Sanierung des Gebäudes bereiteten Schwierigkeiten, wie eine Führung durch das Depot zeigte. Die Ansprüche an staatliche Gebäude haben sich seit 1948, als das Depot gebaut wurde, deutlich erhöht. Eine Reduktion des Energieverbrauchs, eine bessere Wärmedämmung sowie der Betrieb mit möglichst umweltfreundlicher Energie sind heute Pflicht.

Zu kalt im Winter, zu heiss im Sommer

«Die Arbeitsbedingungen im alten Gebäude waren eine Zumutung», sagt Guido Schoch, Direktor der VBZ. Durch die nicht vorhandene Dämmung war es im Gebäude im Winter sehr kalt und im Sommer heiss. Auch die Erdbebensicherheit war nicht gewährleistet, die Lastfähigkeit des Gebäudes an ein Limit gekommen. Dies alles entsprach laut der VBZ nicht mehr den Ansprüchen an einen modernen Arbeitsplatz.

Aber damit noch nicht genug Herausforderungen: Natürlich durfte der Tramverkehr durch die Instandsetzung des Depots nicht gestört werden. Die Arbeiten mussten bei laufendem Verkehr vorgenommen werden.

Die Solarpanels auf dem Dach liefern 65 Prozent des Stroms für den Betrieb des Tramdepots. (Foto: Elisabeth Ebli)
Die Solarpanels auf dem Dach liefern 65 Prozent des Stroms für den Betrieb des Tramdepots. (Foto: Elisabeth Ebli)

Das Ergebnis der Bemühungen: Die Wärmeerzeugung erfolgt neu über die ökologisch günstige Lösung einer Grundwasserwärmepumpe. Das Dach wurde isoliert und die grosse Tramhalle mit einer zweiten inneren Hülle versehen. Eine leichtere Dachkonstruktion im Inneren des Gebäudes verbessert die Statik. «Dadurch konnten 1600 Fotovoltaikelemente auf dem Dach installiert werden, die 65% des Energiebedarfs des Depots abdecken können», sagt Wiebke Rösler, Direktorin vom Amt für Hochbauten.

Die VBZ rechnen in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Passagierzahlen um 30 Prozent. Dafür benötige man moderne und belastungsfähige Depots.

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