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Ein farbiges Zweiparteiensystem

Er verwöhnt sie mit dem Sonntagsbrunch, sie mag in ihm den «Menschenfreund»: Die Gemeinderäte Min Li Marti (SP) und Balthasar Glättli (Grüne) «sind das schönste Zürcher Politikerpaar», ... sagt Glättli.

Traumpaar der Zürcher Politik: Balthasar Glättli und Min Li Marti.
Traumpaar der Zürcher Politik: Balthasar Glättli und Min Li Marti.
Nicola Pitaro

«Die Schmid-Federers sind Zürichs umtriebigstes Politikerpaar. Und das schönste.» Diese Sätze standen am 17. Februar im «Tages-Anzeiger». Formuliert hatte sie Redaktor Ruedi Baumann in einem sehr lesenswerten Porträt über CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer und ihren Gatten, den CVP-Kantonsrat Lorenz Schmid. Am selben Tag bekam Baumann unversehens einen Kommentar auf sein Facebook-Profil. Absender war Balthasar Glättli, Gemeinderat der Grünen. Glättli, der sich aktuell auch im parteiinternen Rennen um die Ständeratskandidatur befindet, schrieb, er sei von Baumann enttäuscht – und fügte hinzu: «Das umtriebigste ginge ja noch!»Um Glättlis Mitteilung zu verstehen, muss man wissen, dass auch er mit einer Politikerin liiert ist: Seine Lebensgefährtin ist Min Li Marti, SP-Fraktionschefin im Gemeinderat und zusammen mit Andrea Sprecher nationale SP-Kampagnenleiterin. Somit ist klar, dass Glättlis zentrale (und wohl auch etwas ironisch gemeinte) Botschaft zwischen den Zeilen stand. Sie lautete: «Hey, Zürichs schönstes Politikerpaar, das sind im Fall wir!»

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