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Ein Genosse haut auf die Pauke

Raphael Goltas Abbau von Krippenplätzen ist eine notwendige Notbremse. Doch das wahre Sparpotenzial liegt woanders.

Das kommt überraschend. Statt an seiner 100-Tage-Pressekonferenz ritualhaft eine «positive Bilanz» zu ziehen, verkündete der Sozialdemokrat und neue Zürcher Sozialvorsteher Raphael Golta gestern kühn einen Sozialabbau. Es soll nicht wie bisher fix geplant weitere subventionierte Krippenplätze für die Kinder der Bedürftigsten geben.

So hatten es sich die SP-Delegierten sicher nicht vorgestellt, als sie Raphael Golta am 11. September 2013 mit nur einer Stimme Vorsprung zu ihrem Stadtratskandidaten machten. Den Ausschlag gegeben hatte Goltas eindringliche Rede zur Sozialpolitik. Sie gipfelte in der Forderung, in Zürich die verloren gegangene Chancengleichheit wiederherzustellen. Auf der Website der SP lässt sich Golta immer noch so zitieren: «Unsere Stadt ist grossartig und gedeiht prächtig. Aber nicht alle profitieren davon. Das wollen wir ändern. Zum Beispiel mit gleichen Chancen für alle Kinder.»

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