Ein Museumsviertel im Seefeld

Museum Bellerive, Villa Egli, Pavillon Le Corbusier, Atelier Hermann Haller: Sie alle liegen nahe beieinander im Seefeld. Nun will die Stadt dort eine Begegnungszone realisieren.

Der Pavillon Le Corbusier im Seefeld ist Teil des geplanten Museumsviertels.

Der Pavillon Le Corbusier im Seefeld ist Teil des geplanten Museumsviertels. Bild: Doris Fanconi

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«Das Gebiet der unteren Höschgasse mit dem Museum Bellerive, der Villa Egli, dem Pavillon Le Corbusier und dem Atelier Hermann Haller hat das Potenzial zum Museumsviertel.» Das schreibt der Zürcher Stadtrat in einer heute versandten Mitteilung. Mit einer Gesamtgestaltung des Aussenraums rund um die vier Institutionen soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Museen zusammengehören.

Konkret will die Stadt die untere Höschgasse westlich der Bellerivestrasse zur Begegnungszone machen. Diese soll als Ankunftsort im Museumsviertel dienen. Die Gärten der Liegenschaften sollen ihren unterschiedlichen Charakter behalten. «Einzelne Gartenelemente werden wiederhergestellt und sorgfältig weiterentwickelt», schreibt der Stadtrat. Dazu sollen zusätzliche Wege die Erschliessung der Gebäude verbessern. Darüber hinaus plant die Stadt, im ganzen Gebiet der unteren Höschgasse aufeinander abgestimmte Sitzelemente und eine einheitliche Beleuchtung einzurichten.

Die Umgestaltung der unteren Höschgasse beginnt 2017, 2020 soll sie abgeschlossen sein.

Corbusier-Pavillon wird renoviert

Veränderungen gibt es auch beim Pavillon Le Corbusier. Das markante Gebäude mit der farbigen Fassade soll zwischen Herbst 2017 und Frühling 2019 renoviert werden. Der Stadtrat genehmigte dafür 5,4 Millionen Franken.

Bund und Kanton werden sich aber an der Instandsetzung des denkmalgeschützten Pavillons beteiligen, sodass die Stadtkasse unter dem Strich mit höchstens 2,8 Millionen Franken belastet wird.

Stadt sucht Trägerschaft

Selber betreiben will die Stadt den Pavillon künftig nicht mehr. Für die Zeit nach der Renovation sucht sie deshalb eine private Trägerschaft. Unterstützt werden sollen die neuen Betreiber mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von 500'000 Franken.

Zudem wird ihnen die Miete für den Pavillon von 220'000 Franken pro Jahr erlassen. Mitte 2017 will die Stadt den Pavillonbetrieb öffentlich ausschreiben.

Der Pavillon wurde 1967 eröffnet und war bis Frühling 2014 im Besitz der Galeristin und Sammlerin Heidi Weber, die das Centre Le Corbusier initiiert hatte. Im Mai 2014 übernahm die Stadt Zürich den Pavillon, um ihn in den Sommermonaten für die Bevölkerung zu öffnen. Zu reden gegeben hat jüngst, dass Heidi Weber aus Verärgerung über die Stadt den Pavillon hat leer räumen lassen.

Der Pavillon im Seefeld ist das einzige Gebäude, das Charles-Edouard Jeanneret alias Le Corbusier in der Deutschschweiz realisierte. (SDA/TA)

Erstellt: 29.06.2016, 16:35 Uhr

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