Zum Hauptinhalt springen

Ein Nashorn auf Abwegen

Seit dem Umbau der Kantonalbank steht die Eisenskulptur nicht mehr im Eingang der ZKB, sondern auf dem Trottoir. Die Stadt hat das bewilligt – und verstösst damit gegen eigene Prinzipien.

Seit über 30 Jahren ist die Nashorn-Skulptur von John A. Tobler mit der Zürcher Kantonalbank an der oberen Bahnhofstrasse verbunden.
Seit über 30 Jahren ist die Nashorn-Skulptur von John A. Tobler mit der Zürcher Kantonalbank an der oberen Bahnhofstrasse verbunden.
Giorgia Müller
Seit August, dem Abschluss der Sanierung, steht das ZKB-Nashorn auf dem Trottoir.
Seit August, dem Abschluss der Sanierung, steht das ZKB-Nashorn auf dem Trottoir.
Giorgia Müller
Aus dem Boden der Wohnsiedlung Limmat II an der Limmatstrasse 182 kriecht das 'Sihl-Ghüür' aus dem Boden, ein Geschöpf von Peter Meister.
Aus dem Boden der Wohnsiedlung Limmat II an der Limmatstrasse 182 kriecht das 'Sihl-Ghüür' aus dem Boden, ein Geschöpf von Peter Meister.
Thomas Burla
1 / 6

Das Nashorn der ZKB war schon immer merkwürdig: Warum schmückt sich eine Bank mit einem Tier, das schlecht sieht und vom Aussterben bedroht ist? Das nur dank staatlicher Hilfe in Wildschutzgebieten überlebt? Gemeinsam ist beiden die Staatsgarantie. Über 30 Jahre lang stand die Eisenskulptur von John A. Tobler im Eingang der Bank. Man konnte sie als Wächterin interpretieren mit der Botschaft: Wie das Nashorn sind auch unsere Tresore gepanzert. Doch seit dem Ende des Bankgeheimnisses sind diese Tresore verletzlich wie die Tiere.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.