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Ein Schaden für alle

Die Bürgerlichen im Kantonsrat versenken die Zukunftspläne für das Zürcher Kasernenareal. Und schaffen so nichts als Stillstand.

In Zürich verlieren sie häufig. In der Stadt sind FDP und SVP in der Minderheit. Das Stimmvolk wählt Rot-Grün und will eine entsprechende Stadtpolitik. Die Anliegen der Bürgerlichen prallen häufig ab. Das frustriert.

Ihren Frust tragen sie ins kantonale Parlament, wo die Mehrheiten anders sind – und zahlen es der rot-grünen Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auch mal so richtig heim.

Die Ratsdebatte vom Montagmorgen ist das beste Beispiel dafür. Vor allem die Freisinnigen aus Zürich wehren sich ideologisch gegen die Pläne für das Kasernenareal mitten in Zürich. Ausgerechnet die FDP, die sich stets für ihre Sachpolitik rühmt.

Am Schluss des Morgens lassen FDP, SVP und EDU die Zukunftspläne für das Areal scheitern. Nun kommt es dort zum Stillstand statt zur vorgeschlagenen Entwicklung mit Park, Kultur, sozialen Einrichtungen. Eine wirklich bessere Idee, als Start-ups anzusiedeln, haben aber auch die Bürgerlichen nicht.

Diese Pläne hat sich die rot-grüne Stadtregierung nicht selbst ausgedacht. Sie entstammen einem jahrelangen Prozess unter Einbezug der Bevölkerung. Für die entsprechende Vereinbarung haben sich die rot-grüne Stadtregierung und der bürgerliche Regierungsrat zusammengerauft, sich auf Nutzung und Zahlung geeinigt.

Das Trotzen von FDP, SVP und EDU gegen Zürich nützt niemandem. Es lässt die Zeughäuser vorerst in ihrem Zustand verharren, teils geschlossen, weil sie so marode sind. Später und nach dem Auszug der Polizei wird der Kanton Zürich die Gebäude im Alleingang sanieren und eine Nutzung dafür finden müssen. Das wird sehr teuer für den Kanton werden.

So schaden die Bürgerlichen mit ihrer Blockadepolitik fast allen: der Zürcher Bevölkerung, weil sie weitere Jahre vor geschlossenen Gebäuden steht und ihr die gewünschte Entwicklung verwehrt bleibt. Dem Stadt- und Regierungsrat, die lange verhandelt und einen Kompromiss gefunden haben, und dem Kanton, der die hohen Kosten für die Sanierung nun selbst tragen muss.

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