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Ein Schieber für die Solidarität

Der erste Samstag im Februar ist für Sozialromantiker und Jasser heilig. Seit 25 Jahren steigt dann das Rojinegro-Turnier in Wiedikon.

Ev Manz
Turnierjassen für einen guten Zweck: Mit dem Spielgeld des Rojinegro-Preisjassens werden Hilfsprojekte in Zentralamerika unterstützt.
Turnierjassen für einen guten Zweck: Mit dem Spielgeld des Rojinegro-Preisjassens werden Hilfsprojekte in Zentralamerika unterstützt.
Urs Jaudas
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«Die Karten werden erst aufgenommen, wenn der Partner den Trumpf bestimmt oder geschoben hat», lehrt mich Gegnerin Karin zu Beginn meiner ersten Jassrunde. Und entgegnet auf mein Erstaunen hin: «Das ist nur hier so, aber es gehört zum Rojinegro-Solidaritätsjassen wie so vieles andere auch.»

Immer am ersten Samstag im Februar steigt der gleichnamige Anlass im Kulturmarkt im Zürcher Kreis 3. Jener Samstag ist für die meisten der rund 350 Spieler an den langen Tischen im Saal heilig. Karin trägt sich diesen Termin jeweils als ersten in ihre neue Agenda ein. Einige Jasser kamen einst mit ihren Eltern, als es noch ein Kinderturnier gab. Man kennt sich, ist per Du. Auf einem kleinen Tisch stehen ein Bild und eine Kerze. Sie brennt für jene Spielerin, die im letzten Jahr verstorben ist. Wen man auch fragt, sagt: «Ich komme, um alle die Freunde hier einmal im Jahr zu sehen.»

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