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Ein schönes Objekt

Der Hafenkran braucht keine Rechtfertigung aus der Abteilung für Sinngebung und Meeresgrund.

Von Rostock nach Zürich verpflanzt: Ein Grossvaterkran, der seinen Rost mit Würde trägt.
Von Rostock nach Zürich verpflanzt: Ein Grossvaterkran, der seinen Rost mit Würde trägt.
Steffen Schmidt, Keystone

Ist der Kran Kunst? Wie viel Überbauungsgewäsch und Rechtfertigungs­geschwurbel war dazu doch zu lesen und zu hören! Bitte nichts mehr von Sinn und Meer. Es gibt nur eines, hingehen und das Objekt, das Gebilde, das Konstrukt, den Kran anschauen. Wie er ist, nicht was er bedeutet.

Wie steht er da? Breit auf drei Beinen. Der fällt nicht um. Er spreizt sich gegen jedes Gewicht. Aussen senkrecht, innen zum Fuss hin abgeschrägt, rammen sich die drei Pfeiler in den Boden, genauer, sitzen auf Schienen. Der Turm war an der Meeresküste beweglich, in Zürich ist er gefangen, fixiert. Der Kran darf nicht fahren, er ist kein Arbeitsgerät mehr, sondern ein Schaustück. Er beschliesst sein Heberleben im Freiluftmuseum.

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