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Ein selbstbezogenes Stück Architektur

Replik: Das Erweiterungsprojekt des Landesmuseums sei missglückt, schreibt Architekt Markus Fischer.

Sucht den Dialog mit der Stadt nicht: Das Projekt von Christ & Gantenbein.
Sucht den Dialog mit der Stadt nicht: Das Projekt von Christ & Gantenbein.
Keystone

Das 1892 bis 1898 vom Architekten Gustav Gull erbaute Landesmuseum gehört zu den hervorragenden Werken schweizerischer Architektur im ausgehenden 19. Jahrhundert – dank seiner Stellung im städtebaulichen Kontext, seiner architektonischen Gestalt und seiner innenräumlichen Entwicklung. Der letzte Woche an dieser Stelle publizierte Artikel von Architekturkritiker Benedikt Loderer zum geplanten Erweiterungsbau des Museums darf deshalb nicht unwidersprochen bleiben. Loderer begründet sein Ja zur Erweiterung damit, dass mit dem Anbau ein architektonischer Gewinn herausschaue. Was entstehe, sei besser, als was ist. Im Grunde aber findet er das bestehende Gebäude von Gull schlecht, und sagt es auch: «Hervorragende Architektur ist es nicht.» Eine Begründung dazu liefert er nicht. Er präsentiert nur eine Meinung vieler Architekten, die sich nicht mit dem Bau von Gull auseinandergesetzt haben und ihn schlicht nicht verstehen oder verstehen wollen.

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