Einbrüche in Zürich gehen massiv zurück

Seit drei Jahren setzt die Zürcher Stadtpolizei auf eine neue Software. Und sie scheint zu wirken.

Stellen für Einbrecher kein Hindernis dar: Balkontüren und Fenster.

Stellen für Einbrecher kein Hindernis dar: Balkontüren und Fenster. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Herbst und Winter sind bei Einbrechern beliebte Jahreszeiten: Weil es früher dunkel wird, haben sie leichteres Spiel, unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzubrechen. In Zürich allerdings haben sie es diesbezüglich immer schwerer. Denn in den vergangenen Jahren sind die Zahlen der Einbrüche in der Limmatstadt deutlich zurückgegangen. In Zahlen: Vor fünf Jahren wurden in Zürich noch 6000 Einbrüche registriert, im letzten Jahr waren es nicht einmal mehr 2500, wie heute das Regionaljournal Zürich Schaffhausen meldet.

Wo liegen die gefährdeten Zonen?

Dieser Rückgang verdankt die Kantonspolizei Zürich dem Computerprogramm Precops, welches nach einer Testphase im November 2014 definitiv eingeführt wurde. Dies ist eine spezielle Software, welche der Polizei bei der Einbrecherjagd hilft. Precops funktioniert ähnlich wie Wetterprognosen. Das Programm ermittelt aufgrund von Daten aus Einbrüchen in der Vergangenheit die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Einbruch in derselben Gegend in der Gegenwart oder nahen Zukunft.

Auf diese Weise kann die Polizei bereits im Vorfeld erkennen, wo und in welchen Gebieten es gefährdete Zonen gibt, die aller Wahrscheinlichkeit nach demnächst von Einbrechern heimgesucht werden. Als Massnahme zeigt die Polizei dann dort verstärkt Präsenz, beispielsweise durch Patrouillen, was Einbrecher verunsichert, weil sie damit rechnen müssen, eher erwischt zu werden.

Die Stadtpolizei prüft nun laut «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», ob sie Precops auch für andere Delikte wie beispielsweise Autodiebstähle oder Sachbeschädigungen einsetzen kann. (wsc)

Erstellt: 31.10.2017, 17:10 Uhr

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