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Eine Britin leitet künftig die ETH

Die Favoritin der Professorenschaft hat sich durchgesetzt: Die Geotechnikexpertin Sarah Springman, eine ehemalige Spitzentriathletin, wird im kommenden Jahr neue Rektorin der Hochschule in Zürich.

Sie wird künftig nicht mehr nur am Institut für Geotechnik sagen, wo es langgeht: Sarah Springman bei der Arbeit. Foto: Beat Marti
Sie wird künftig nicht mehr nur am Institut für Geotechnik sagen, wo es langgeht: Sarah Springman bei der Arbeit. Foto: Beat Marti

Der ETH-Rat hat Sarah Springman zur neuen Rektorin der ETH Zürich ernannt. Sie tritt per 1. Januar 2015 die Nachfolge von Lino Guzzella an, dem designierten Präsidenten der ETH Zürich, wie der ETH-Rat mitteilte. Schon vor zwei Monaten war bekannt geworden, dass Springman von den Lehrbeauftragten an der Hochschule favorisiert wird.

Die 57-Jährige ist britische Staatsangehörige und seit 1997 ordentliche Professorin für Geotechnik an der ETH. Als Pionierin auf dem Gebiet der geotechnischen Modellierung von Untergrund-Bauwerk-Interaktionen und Expertin im Bereich der geotechnischen Aspekte von Naturgefahren sei sie international bestens vernetzt, heisst es in der Mitteilung. Springman habe sich auch in wissenschaftspolitischen Gremien engagiert. Unter anderem war sie massgeblich am Aufbau der Bachelor- und Masterprogramme ihres Departements beteiligt.

Sie gibt ihren Sitz bei Implenia ab

Die neu gewählte ETH-Rektorin studierte Bauingenieurswesen in Cambridge. Nach dem Studium betreute sie unter anderem einen Staudamm-Bau auf den Fidschi-Inseln. Später kehrte sie nach Cambridge zurück, bevor sie in die Schweiz wechselte. 2000-2008 war sie Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierats.

Im März 2013 wurde Springman Mitglied des Verwaltungsrats der Schweizer Baufirma Implenia. Diesen Sitz gebe sie nach ihrer Wahl zur ETH-Rektorin auf den 31. Dezember 2014 ab, teilte die Implenia mit. Dieses Vorgehen garantiere für alle beteiligten Seiten klare Verhältnisse.

Einst mehrfache Europameisterin

Die neue ETH-Rektorin hat nicht nur wissenschaftliche, sondern auch sportliche Interessen. Als Triathletin war sie in den Achtzigerjahren mehrfach Europameisterin, zweimal über die Ironman-Distanz. Für ihre Leistungen in dieser Sportart erhielt sie unter anderem 2012 den Order of the British Empire. 2008 wurde sie Mitglied des britischen olympischen Komitees.

SDA/hub

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