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«Eine Hausbesetzung war immer ein rechtsfreier Raum»

«In den grossen Besetzungen der letzten Jahrzehnte versuchte man, Konflikte mit den Nachbarn zu vermeiden»: Fassade auf dem Koch-Areal. Bild: Thomas Egli

Es fällt auf, dass sich auch Linke kritisch zum besetzten Koch-Areal äussern. Verschieben sich in Zürich gerade die Koordinaten?

Stimmt es eigentlich, dass diese eine bürgerliche Erfindung ist?

Das wäre der historische Beleg für die Behauptung, dass man mehr Ruhe hat, wenn man Besetzungen toleriert.

Besetzungen haben nach wie vor eine politische Komponente. Was verloren ging, ist, dass man die Welt verändern will.

Dann sind besetzte Areale quasi eine verbürgerlichte Form des Protests?

Hat der Partylärm, der den Koch-Besetzern Kritik eintrug, vielleicht eine Ersatzfunktion? Man will eben doch nicht nur auf einer Insel leben, sondern die bornierte Umwelt provozieren?

Wenn man Besetzungen dulden will: Darf dort ein rechtsfreier Raum entstehen?

Es gab nie Diskussionen im heutigen Ausmass. Eine Bar ohne Bewilligung etwa gehörte oft zu einer Besetzung dazu.

Gibt es historische Beispiele, wo man mit dem Laisser-faire an Grenzen stiess?

Zürich braucht Ihrer Ansicht nach keinen neuen Deal mit Besetzern?

Aber wie findet man dabei den richtigen Tonfall? Besetzer gelten nicht als einfache Gesprächspartner.

Wie hat man solche Gespräche früher hinbekommen?

Was ist das Besondere an der Debatte ums Koch-Areal?

Denken Sie an die Wohlgroth: Auch damals fühlten sich gewisse Leute gestört. Aber es gab keinen medialen Aufschrei.

Das war bei vergangenen Besetzungen anders?

Wie erklären Sie das?

Zürichs Umgang mit den Besetzern wird etwa in Bern als vorbildlich betrachtet. Ist diese Rolle nun infrage gestellt?