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Eine klasse Kantine

Das Freiluftrestaurant Frau Gerolds Garten hat die Entspanntheit und die Ewigkeit eines Provisoriums.

Sieht aus wie ein Rummelpark: Frau Gerolds Garten.
Sieht aus wie ein Rummelpark: Frau Gerolds Garten.
Giorgia Müller

Jeden Sommer passiert dasselbe. Das Jahr über arbeitet Zürich, dann macht es Hitzferien. Die Zivilisation löst sich auf, die Leute werden zivil. Alles hängt: Hemden, Pendenzen und die, die drinstecken. Aus der südlichsten Stadt des Nordens wird die nördlichste Stadt des Südens.

Pfingsten war das erste richtige Sommer­wochen­ende mit heissen Temperaturen. Die Leute kleideten sich nachlässig, ihr Fleisch leuchtete weiss, und gegen Abend kamen sie alle aus den Häusern. Zeit, das Freiluftrestaurant Frau Gerolds Garten im Moment des grössten Ansturms zu testen. Frau Gerolds Garten ist gleichzeitig gastronomische Avantgarde und eine Kantine. Zu essen gibt es nur eine Handvoll Menüs, man steht Schlange, die Preise schockieren kaum. Das Gelände ist riesig: Es ist das Brachland, wo das gescheiterte Kongresszentrum hätte stehen sollen. Und das Konzept ist kompliziert: Das Restaurant ist auch seine eigene Gärtnerei. Hinter der Terrasse wachsen in SBB-Kisten Kräuter und Salate. Und im Hof stehen Läden mit Design.

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