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«Eine Stadt wie Zürich verträgt ein solches Bordell»

Die Ex-Stadträtin Monika Stocker unterstützt die Forderung nach einem städtischen Bordell. Sie hat das schon vor zehn Jahren vorgeschlagen und auch eine Idee, wo es stehen könnte.

«Vorausgesetzt, der politische Willen ist vorhanden, lässt sich diese Idee umsetzen»: Monika Stocker (Grüne), ehemalige Zürcher Stadträtin und Vorsteherin des Sozialdepartementes.
«Vorausgesetzt, der politische Willen ist vorhanden, lässt sich diese Idee umsetzen»: Monika Stocker (Grüne), ehemalige Zürcher Stadträtin und Vorsteherin des Sozialdepartementes.
Keystone

Frau Stocker, die SP fordert, dass die Stadt den Prostituierten ein Bordell zur Verfügung stellen soll, das die Frauen in Eigenregie betreiben können. Sie haben in Ihrer Amtszeit eine ähnliche Forderung gestellt. Ist ein solches Engagement notwendig? In Altstetten stellt die Stadt doch bereits Sexboxen zur Verfügung.

Leider braucht es für die Sexarbeiterinnen auch eine städtische Liegenschaft. Die Sexboxen sind mehr für die ambulante Geschäftspraktik geeignet. Doch für eine immer wiederkehrende Dienstleistung ist ein Haus notwendig. Die bekannten schmuddligen Salons und Hotels sind keine Lösung. Sie sind weder hygienisch noch frauenfreundlich. Eine andere Lösung aus feministischer Sicht wäre, den Strich ganz zu verbieten. Doch ich glaube nicht daran, dass sich ein solches Verbot umsetzen lässt. Es ist daher besser, dass die Frauen unter einer gewissen Kontrolle sicher arbeiten können, als wenn das Gewerbe in einer dunklen Ecke stattfindet. Eine Stadt wie Zürich verträgt ein solches Bordell.

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