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Eine WG fürs Leben

Manche Wohngemeinschaften existieren weiter, auch wenn sich ihre Bewohnerinnen längst zerstreut haben.

Ich war bei einem Nachtessen in einer lebhaften Runde aus der Innerschweiz gelandet, Männer und Frauen Mitte 40. Sie hatten in ihrer Jugend zusammengewohnt, als sie das Lehrerseminar in ihrer ländlichen Heimat besuchten. Sie kamen aus kleinen Dörfern, heute leben sie alle in Zürich und Umgebung.

Lehrer oder Lehrerin sind sie nicht mehr. Das heisst, eine Frau macht noch ab und zu Vertretungen, um als Künstlerin durchzukommen. Die anderen arbeiten in den Medien, im Sozialen, im IT-Business. Sie haben Kinder, leben alleinerziehend oder im Patchwork oder in der Kleinfamilie. Was auffällt, ist, wie weltläufig sie sind, die meisten haben Jahre im Ausland verbracht, einige fanden ihre Partner in Übersee. Ein grosser Hunger trieb sie aus ihren Dörfern hinaus in die Fremde, ins Abenteuer. So ist Zürich, dachte ich. Viele Menschen kennen die Welt aus eigener Anschauung.

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