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«Eine Zeitung wird mit Leidenschaft gemacht»

Der Auftritt von Christoph Mörgeli war erfolglos. Ebenso die Forderung der Angestellten, die Dividende zu halbieren.

«Das ist heute eine doppelt spannende Veranstaltung», sagte Tamedia-VR-Präsident Pietro Supino vor der heutigen Generalversammlung. Einerseits demonstrierten vor dem Zürcher Kongresshaus rund 100 seiner Angestellten gegen ein Sparprogramm im Umfang von 34 Millionen Franken. Die Gewerkschafter forderten, dass die Dividende von 4.50 Franken halbiert und damit das Sparprogramm abgeschwächt werde. Andererseits wartete Nationalrat Christoph Mörgeli auf seinen Auftritt vor den Tamedia-Aktionären. Wie erwartet meldete sich Neo-Aktionär Mörgeli als Redner an und führte zu Handen der Aktionäre die angeblich schlechte wirtschaftliche Lage des gesamten Unternehmens an, um die Verantwortung hernach gänzlich dem TA-Chefredaktor Res Strehle zuzuschreiben. Unter zahlreichen und lautstarken «Pfui»- und «Buh»-Rufen fragte Mörgeli Supino stellvertretend für die Besitzerfamilie von Tamedia (verlegt auch den TA), wann man sich von Strehle zu trennen gedenke. Supino beschied Mörgelis Anliegen abschlägig.

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